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Neustadt/WN: Mutmaßlicher Terrorist im Raum Weiden verhaftet

Heute Morgen wurde ein mutmaßlicher Dschihadist im Raum Weiden verhaftet. Es soll es sich um einen Türken handeln, der schon lange in Deutschland lebt. Er soll sich bereits zweimal bei der Terror-Gruppe „Junud al-Sham“ in Syrien aufgehalten haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft in München wirft ihm vor, im Jahr 2013 und 2014 nach Syrien gereist zu sein und dort an Kriegswaffen trainiert zu haben. Außerdem habe er an Kriegshandlungen in Nordsyrien teilgenommen. Er stehe zudem im dringenden Verdacht, versucht zu haben, weitere Mitglieder für die Terror-Organisation in Deutschland und Österreich zu rekrutieren.  Laut BR waren an der Aktion heute Morgen  insgesamt 100 Beamte aus Deutschland und Österreich beteiligt.

Neben diversen Wohnungen in Österreich wurde unter anderem in Neustadt an der Waldnaab ein Mehrfamilienwohnhaus durchsucht.

Der Wohnhauseigentümer der betroffenen Wohnung zeigte sich überrascht angesichts des Großaufgebotes an Polizei. Der Festgenommene sei eher ruhig gewesen. Allerdings ist in der Nachbarschaft aufgefallen, dass vermehrt Autos mit ausländischen Kennzeichen vor dem Haus in Neustadt parkten.

Der festgenommene Türke galt als streng gläubig. Seiner Frau durfte aus Glaubensgründen nicht die Hand gegeben werden.

Bürgermeister Rupert Troppmann zeigte sich ebenfalls überrascht. Hier habe ein Mann die bürgerliche Nachbarschaft genutzt, um unauffällig zu gelten. Ansonsten gebe es in Neustadt ein friedliches Miteinander der Bevölkerung mit Migranten.

Nach OTV Informationen soll der Verhaftete auch versucht haben, Mitglieder einer Moschee in Weiden zu radikalisieren. Deshalb sei er dort nicht mehr geduldet gewesen.

Der SPD-Generalsekretär Uli Grötsch verlangte in einer Stellungnahme „Hinterhof-Moscheen in Deutschland und eben auch in Bayern konsequent“ zu schließen. „Hassprediger und Dschihadisten müssen auch in Bayern den starken Arm des Staates spüren.“

Hier seine Stellungnahme zum Anhören: