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Weiden: Mystische Stimmung bei Rauhnacht

Kennen sie die Sagen um das Besenweibl, die Drud oder die Nebelfrauen? Alle sind furchteinflößende Gestalten, die zur Zeit der Rauhnächte ihr Unwesen treiben. Die Rauhnächte, das sind die zwölf Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar. Das Wort Rauhnacht selbst stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet haarig und wild. Böse Gestalten wie eben die Drud treiben in diesen Nächten ihr Unwesen. Um nicht nur sie sondern auch den Winter endgültig zu vertreiben gibt es die Oberpfälzer Schlossteufel. Sie hauchten dem alten Brauch rund um die Rauhnacht in Weiden wieder neues Leben ein.

2004 gründete sich der Verein der Oberpfälzer Schlossteufel. Mittlerweile ist er laut Lorenz Weiß, Pressesprecher der Schlossteufel, auf 51 Mitglieder gewachsen. Was die Markenzeichen der Schlossteufel sind? Ein Gewand aus Tierfellen, die Glocken und handgefertigte hölzerne Masken aus Österreich. Alles zusammen wiegt dann rund 20-30 Kilogramm.
Ziel des Vereins ist es, altes Brauchtum neu zu beleben. (sd)