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Weiden: Neue Räume für Tafel

„Lebensmittel retten – Menschen helfen“ lautet der Slogan am Eingang der neuen Weidener Tafel. Und jetzt – nach fast neun Monaten Umbau konnten die neuen Räumlichkeiten in der Fichtestraße offiziell eröffnet werden.

Hier bieten die Räumlichkeiten eines ehemaligen Supermarktes 830 qm – dreimal so viel Platz wie in der alten Örtlichkeit. Der große Verkaufsraum wurde nach eigenen Bedürfnissen umgebaut und mit Trockenwänden versehen. So sind neben dem Ausgaberaum der Lebensmittel auch ein großer Sortierraum und ein Besprechungsraum für Mitarbeiter entstanden. Der Besprechungsraum soll künftig multifunktional genutzt werden, beispielsweise auch um Café-Nachmittage für Senioren abzuhalten.

„Das wahre Gesicht einer Gesellschaft kann man erkennen, indem man sieht, wie sie mit den Sozialschwachen umgeht“ bringt es Albert Nickl, der stellvertretende Neustädter Landrat, auf den Punkt. Sowohl der Landkreis Neustadt an der Waldnaab als auch die Stadt Weiden unterstützen die Weidener Tafel. Gemeinsam kommen sie für die Kaltmiete der neuen Räumlichkeiten auf. Ohne viele ehrenamtliche Helfer und Spender würde die Tafel nicht funktionieren, erklärt Josef Gebhardt. Rund 70 Mitarbeiter helfen in Weiden dabei, die Lebensmittel zur Tafel zu bringen, zu sortieren und auszugeben.

Bereits seit 2010 setzt sich die Tafel dafür ein, Sozialschwachen zu helfen und den Alltag zu erleichtern. Doch in den letzten Jahren sei die Zahl der Abholer in Weiden rasant angestiegen, erzählt Josef Gebhardt. Während anfangs etwa 900 Abholer registriert waren, ist die Zahl zwischen 2014 und 2015 auf 3500 angestiegen. In den Räumen in der Frauenrichterstraße war dies schlichtweg nicht mehr machbar.(ms)