Weiden: Plädoyers im Missbrauchsprozess

Am vorletzten Verhandlungstag im Weidener Missbrauchsprozess sind vor den Plädoyers noch 3 Polizeibeamte befragt worden. Ein Beamter schilderte in etwa 20 Minuten, wie sich die sexuellen Übergriffe auf ein Mädchen in den Jahren gesteigert haben. Im Alter von 10 Jahren sei sie auf dem Schoß des Angeklagten gesessen, der sie anfangs über der Kleidung, dann später auch unter der Kleidung gestreichelt habe.

Als das Mädchen 16 Jahre alt war, habe er Geschlechtsverkehr mit ihr haben wollen. Ansonsten, so drohte er, würde er mit der Mutter des Opfers Schluss machen. Die Tochter habe dann in die sexuellen Handlungen eingewilligt, weil sie Angst gehabt hatte, ihre Mutter könne weiter verwahrlosen.

Die Plädoyers wurden knapp gehalten. Die Staatsanwaltschaft forderte 5 Jahre 10 Monate, die Verteidigung 5 Jahre Haftstrafe. Strafmildernd sei dabei, dass der Angeklagte in vollem Umfang geständig war und sich auch für seine Taten entschuldigte.

Das Urteil über Robert H. wird am morgigen Freitag um 9 Uhr gesprochen. (tb)