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Weiden: Prozessauftakt „Versuchter Totschlag“

Seit heute muss sich ein 59-Jähriger aus Waldershof in Weiden vor Gericht. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag. Er soll am 15. August vergangenen Jahres einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und mehrfach auf ihn geschossen haben. Ein Schuss habe sich aber nie gelöst, weil der Angeklagte die Sicherung der scharf geladenen Dienstwaffe nicht zu bedienen wusste. Die Staatsanwaltschaft spricht dennoch von versuchtem Totschlag, weil Klaus E. den Tod des Polizisten billigend in Kauf genommen habe.

Der Angeklagte selbst kann sich die Tat nicht mehr erklären. Er selbst sei mit zahlreichen Polizisten befreundet, teilweise auch über seinen Schützenverein. Er habe im vergangenen Jahr mehrmals mit seiner Frau gesprochen, dass er glaube, verrückt zu werden. Nach einem nur wenige dauernden Aufenthalt im Bezirksklinikum Wöllershof sei er wieder entlassen worden und dann ausgerastet. Die Verteidigung zielt deshalb auf vermindert schuldfähig.

Es soll noch 3 weitere Verhandlungstage im Landgericht Weiden geben. Das Urteil wird am 24. April erwartet.
(tb)