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Weiden: Prozessfortsetzung: Versuchter Mord

Am Vormittag ist der Prozess gegen Alexander K. vor dem Weidener Landgericht fortgesetzt worden. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen, weil er am 15. September vergangenen Jahres einen seiner Vorgesetzten mit einem Schlachterbeil angegriffen und schwer im Nackenbereich verletzt hat.

Heute kamen Ärzte und Gutachter zu Wort. Dabei wurde deutlich, welches Glück das Opfer hatte. Das Beil verursachte eine 14 Zentimeter lange Wunde und schnitt 10 Zentimeter in die Nackenmuskulatur ein. Wäre der Zwerchfellnerv getroffen worden, hätte dies einen Atemstillstand und den Tod des Opfers zur Folge gehabt. Hätte ferner der 4. Halswirbelkörper den Schlag nicht abgehalten, hätte auch dies lebensbedrohliche Verletzungen zur Folge gehabt. Nur durch Zufall habe das Beil einen Bereich im Nacken getroffen, wo keine lebensgefährdenden Verletzungen verursacht wurden.

Am morgigen Freitag wird der Prozess in Weiden fortgesetzt. Dann werden Verwandte des Opfers befragt. Am Montag soll es dann die Plädoyers und am Montagnachmittag das Urteil geben.
(tb)