Weiden: Quo vadis Europa?

Vereinigte Staaten von Europa – Zankapfel oder Überlebensfrage? Eine Frage mit der sich Bernd Posselt, der Präsident der Paneuropa-Union Deutschland, bei seinem Vortrag im Casino der Ostmark-Kaserne in Weiden beschäftigt hat.

Für Deutschland sei Europa eine einzigartige Chance, die man nutzen müsse, so Posselt. Doch nicht nur für Deutschland, auch für anderen Staaten. Wenn man mit anderen Großmächten auf Augenhöhe handeln wolle, müsse man sich zusammenschließen. Die Kleinstaaten würden scheitern. Man brauche ein starkes Europa, das sich den Herausforderungen dieser Zeit stelle und nicht einen Nationalsozialismus, der sich im Strebergarten verstecke und das Unwetter vorbeiziehen lasse.

Wir leben in einer gefährlichen Welt, die sich von bipolar zu multipolar gewandelt hätte. Europa müsse stark werden, um in dieser undurchsichtigen Welt die Interessen der Einwohner vertreten zu können.

Die über 30 Zuhörer nutzten die Gelegenheit, um dem langjährigen Europaabgeordnetem Frage zu stellen. Diese bezogen sich vor allem auf die aktuelle Lage in der EU. Vor allem der Rechtsruck von Italien, das Verhalten von Russland oder auch die von Katalonien angestrebte Unabhängigkeit kamen zur Sprache. Auch wenn jede Frage locker den Inhalt für einen neuen Vortrag liefern würde, so Posselt, nahm er sich Zeit, seine Ansichten zu schildern.

Was immer wieder herauszuhören war: Europa muss stärker werden. Und gerade die Oberpfalz nannte er als ein Beispiel, wie dies möglich sei. Denn die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit der tschechischen Republik sei vorbildich. Diese müsse es überall geben, so Posselt. (ms)