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Weiden: Schülerbande vor Gericht

Seit heute müssen sich 3 Jugendliche und der vermeintliche Drahtzieher wegen schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, das Juweliergeschäft Heinz in Weiden am 2. September vergangenen Jahres überfallen zu haben.

Bei der Tat wurden die Geschäftsinhaber teils erheblich durch ein Pfefferspray verletzt. Sie sollten eigentlich noch gefesselt werden. Doch dazu kam es damals wegen des Widerstands des Mannes nicht. Die Täter flüchteten. Einige wurden bereits kurze Zeit später von der Polizei in Weiden festgenommen.

Während die Jugenlichen die Tat gestanden, hielt sich der Drahtzieher, Antanas O., bedeckt und sagte nichts. Er will an der Tat nicht beteiligt gewesen sein, so sein Verteidiger Franz Schlama.

Hinter dem Raubüberfall werden noch größere Strukturen vermutet. In Litauen liefen entsprechende Ermittlungen, so Rechtsanwalt Stephan Schütz. Demnach würden dort Jugendliche mit Geld- oder Drogenproblemen ausgekundschaftet und in eine gewisse Abhängigkeit gebracht, um dann für Straftaten in Deutschland angeworben zu werden.

Beim Prozess sind noch 3 weitere Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll nach jetzigem Stand der Dinge am 14. Mai verkündet werden. (tb)