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Weiden: Schwimmverein Weiden am Ende?

Eigentlich könnte der Schwimmverein Weiden trotz einiger Probleme in diesem Jahr zufrieden sein. Die Saison im Schätzlerbad lief gut, die Besucher kamen in Strömen, es gab keine Zwischenfälle und das undichte Schwimmerbecken sei nur eine Lappalie. Normal bei einem Becken, das vierzig Jahre im Freien ist.

Doch nach dem guten Sommer kommt jetzt der Herbst. Und mit ihm die Ungewissheit. Denn der Vorsitzende des Schwimmvereins, Reinhard Meier, wird zum November zurücktreten. Das hatte er vorher und rechtzeitig angekündigt. Nur: es gibt keinen Nachfolger. Der eigentlich angedachte ist abgesprungen.

Und das – so lautet Meiers Vorwurf – wegen der Weidener Politiker. Aus den Reihen der CSU und SPD kämen ständig Anklagen. Das Ehrenamt werde von ihnen öffentlich durch den Kakao gezogen.

Ein Vorwurf, den der CSU-Stadtratsfraktions-Vorsitzende Wolfgang Pausch zurückweist. Es habe keine öffentlichen Diffamierungen gegeben. Wenngleich er betont, dass die Förderungen, die dem Schwimmverein gegeben werden, stetig steigen. Und das sei kaum nachvollziehbar. Es gebe Einsparungsmöglichkeiten, es werde aber nichts umgesetzt. Viel eher vermutet Pausch, dass Meier die Sache künstlich groß mache, um auf sich als Politiker aufmerksam zu machen.

Auch Meier vermutet hinter den Anschuldigungen ein Politikum – und zwar eines, das gezielt gegen seine Person gerichtet sei. Seit er als Oberbürgermeister kandidiert habe, seien die Anfeindungen immer häufiger gekommen. Er habe gehofft, dass mit einem neuen Vorsitzenden dem nun ein Ende gesetzt werde. Allerdings gebe es nun keinen Nachfolger. (eg)