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Weiden: „Soziale Spaltung stoppen“

Die Rente muss zum Leben reichen. Gesundheit und Pflege müssen bezahlbar sein. Altersarmut muss bekämpft werden. Das sind einige der Forderungen des Sozialverbandes VdK. Unter dem Motto ‚Soziale Spaltung stoppen‘ wurde in der Weidener Max-Reger-Halle viel diskutiert. Auch die Präsidentin des VdK, Ulrike Mascher sprach zu den fast 800 Gästen. Sie wirft der Politik vor falsche Schwerpunkte zu setzen, denn vor allem Rentnerinnen und junge Familien kommen mit ihrem Geld nicht aus. Die Schere zwischen arm und reich geht weiter auseinander. Der wirtschaftliche Reichtum müsse gerechter verteilt werden.

Ein ganz konkreter Punkt: Der VdK fordert, dass Menschen die nicht mehr arbeiten können, die sogenannten Erwerbsminderungsrentner, besser unterstützt werden, denn im Durchschnitt beziehen diese eine Rente, die unterhalb der Grundsicherung liegt. Deshalb sollen die Abschläge von fast 11 Prozent wegfallen. Das würde wirklich etwas helfen, so Mascher.

Der Oberpfälzer Bezirksgeschäftsführer des VdK, Christian Eisenried, freute sich über den Besuch der Präsidentin. Aber auch für ihn ging es bei der Veranstaltung darum, über Probleme aufzuklären und Lösungsansätze zu finden.

Und darüber wurde dann auch kräftig diskutiert. Bundestagskandidaten und Bundestags-Mitglieder sprachen mit Ulrike Mascher und standen auch den Fragen aus dem Publikum Rede und Antwort. Wie die Probleme rund um Altersarmut, Behinderung und Pflege gelöst werden sollen, zeigt sich wahrscheinlich erst nach der Bundestagswahl.

(mk)