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Weiden: Strategien gegen Hacker-Angriffe

Angriffe auf IT-Systeme nehmen stark zu. Immer mehr Bürger und Unternehmen werden Opfer von Hacker-Angriffen. Dabei sollten sich alle Menschen in Deutschland sicher sein, dass ihre Daten geschützt sind. Das verlangte jedenfalls Bayerns Heimat- und Finanzminister Dr. Markus Söder.

Deshalb wird in Nürnberg das erste Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eingerichtet. Bis zu 200 IT-Sicherheitsspezialisten sollen dort an Strategien arbeiten, die Bayern sicherer machen. Außerdem soll das Amt Bürger und Unternehmen unterstützen und beraten. Heimatstaatssekretär Albert Füracker heute die Pläne bei der Konferenz „Sicherheit im digitalen Bayern“ in der Weidener-Max-Reger-Halle vor.

So soll beispielsweise der Schutz des sogenannten BayernServers weiter ausgebaut werden. Dort sind über 5 Millionen Gigabyte an Daten gespeichert. Zu Steuern, Gesundheitswesen, Finanzen. 40.000 mal am Tag wird er angegriffen. Meist ohne Folgen. Cyberkriminalität nahm in den vergangenen drei Jahren um 237% zu. Der Freistaat Bayern wappnet sich für diese Gefahr.

Ein Hacker – er nannte sich Bernd – zeigte aber auch, wie einfach ein Angriff ist. Er schaffte es innerhalb von 20 Sekunden, an alle sensiblen Daten seines Opfers zu kommen. Allein durch eine E-Mail. Durch sie könnte er bei Gesprächen mithören oder das Konto leerräumen. Mit einfachen Tricks minimiert man allerdings das Risiko, Opfer zu werden. So sollte man komplexe Passwörter wählen, keinen verdächtigen E-Mails trauen, geschweige denn darauf klicken und seinen Virenscanner und Computer immer updaten. (eg)