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Weiden: TenneT stellt sich Fragen der Bürger zum Thema SuedOstLink

Seitdem TenneT die Varianten der Stromtrasse „SuedOstLink“ veröffentlicht hat, gibt es Kritik. Und zwar nicht nur, wie vor kurzem berichtet, von Seiten der Stadt Tirschenreuth, sondern auch von Seiten der Bürger. Die konnten jetzt in Weiden ihrem Ärger Luft machen und bei einem Bürgergespräch ihre Fragen an Andreas Herath loswerden, dem Gesamtprojektleiter des „SuedOstLinks“.

Es hagelte ordentlich Kritik für TenneT. Doch Andreas Herath betonte: Bei der Auswahl der Varianten sei der Mensch stets oberstes Schutzkriterium gewesen. Geprüft wurden die besten Flächenanteile für den „SuedOstLink“ nach ihrer Geradlinigkeit und unter Berücksichtigung von Schutzgebieten.

Zur Kritik von CSU-Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht und der Stadt Tirschenreuth, dass die Variante, die Trasse im Seitenstreifen der A93 zu vergraben, um den Flächenverbrauch zu reduzieren, nicht intensiv geprüft wurde, meinte Herath: Diese Auffassung werde man von Seiten des Netzbetreibers TenneT intern durchgehen. Er betonte, das Ergebnis sei noch völlig offen. Ende März möchte der Netzbetreiber Antrag auf Bundesfachplanungsverfahren stellen. Dann führe die Bundesnetzagentur Antragskonferenzen durch, bei denen sich die Bürger nochmals einbringen könnten. Erwartet würden diese Konferenzen für Anfang Mai. Danach werde ein Durchsuchungsumfang festgelegt, eine Art Hausaufgabenheft für TenneT. Hausaufgaben, die laut Herath für das Bundesfachplanungsverfahren zu erfüllen seien. (sd)