Weiden: THW zieht Zwischenbilanz zum Corona-Einsatz

Seit sieben Wochen haben die 41 Ehrenamtlichen des THW Weiden insgesamt 4.317 Einsatzstunden geleistet und 5.752 Kilometer zurückgelegt – Die erste Zwischenbilanz zum Corona-Einsatz: Ein echter Marathon.

Am 16. März wurde der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen. Seitdem hat der THW-Ortsverband Weiden in seiner Unterkunft einen sogenannten Leitungs- und Koordinierungsstab (LuK) eingerichtet. Dieser ist täglich mit mindestens drei bis fünf Helfern besetzt. Dort werden zahlriche Einsatzaufträge verarbeitet, welche die beiden THW-Fachberater Jan Braunreiter und Thomas Schiller im gemeinsamen Krisenstab der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt an der Waldnaab vermitteln. Neben den regionalen Einsätzen werden inzwischen drei bis zehn Paletten mit Schutzausrüstung pro Tag aus München in unsere Region geliefert.

Die medizinische Schutzausstattung liefern wir direkt in das Zentrallager der Stadt Weiden, von wo aus die Weiterverteilung an die Alten- und Pflegeheime sowie Arztpraxen durch die Feuerwehren erfolgt.

(Heiko Engelbrecht, Zugführer)

Heiko Engelbrecht und sein Stellvertreter Patrick Strobl wechseln sich seit Wochen im Schichtdienst ab und haben inzwischen den 100. Einsatzauftrag erfolgreich koordiniert.

Bislang waren insgesamt 41 Helfer des THW Weiden im Dienst, um diesen mehrwöchigen Einsatz zu stemmen. Rund 120 Paletten an Schutzmaterial wurden innerhalb von sieben Wochen transportiert, was circa 60 Tonnen alleine für die Region Weiden und Neustadt bedeutet. Dazu kommen noch mehrere tausend Liter Desinfektionsmittel in verschiedenen Gebinden. Bis zum Stichtag, dem 30. April 2020, haben die THW-Fahrzeuge rund 5.800 Kilometer auf Bayerns Straßen zurückgelegt.

Für den Erfolg des Gesamteinsatzes ist Ausdauer gefragt. Eine Qualität, die Einsatzkräfte des THW jeden Tag unter Beweis stellen.

Seit Beginn der Krise haben wir in Bayern sehr viel geleistet. Die Zahlen bestätigen, mit welch hohem Engagement sich Ehren- wie Hauptamtliche gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger einsetzen.

(Dr. Fritz Helge Voß, Landesbeauftragter für Bayern)

Seit dem 16. März haben THW-Einsatzkräfte über 3.900 Transportfahrten durchgeführt, 10.109 Paletten Schutzausstattung transportiert. 99 Logistikstützpunkte werden vom THW insgesamt flächendeckend betrieben. Jeden Tag sind im Durchschnitt über 400 ehren- und hauptamtliche Kräfte für diese und andere Aufgaben im Einsatz.

Einer dieser Logistikstützpunkte ist in Weiden angesiedelt, wo sich die Fahrzeuge mit großer Ladefläche sowie der erst in 2019 in Dienst gestellte Gabelstapler bereits bewährt haben. „Der durch Spenden finanzierte Gabelstapler ist derzeit mitunter unser wichtigstes Arbeitsmittel, um schnell und effizient die Schutzmasken, Handschuhe, Kittel und Schutzbrillen sowie das Desinfektionsmittel kommissionieren zu können,“ betont der Ortsbeauftragte Andreas Duschner. Auch für die Verladung des Arbeitsmaterials wie zum Beispiel 100 Quadratmeter Holzverbundplatten für den Bau von Isolationsschleusen in Altenheimen und die Errichtung einer Windschutzwand für das Klinikum ist das THW in Weiden nun bestens gerüstet.

 

(Bild- und Textquelle: Technisches Hilfswerk Ortsverband Weiden)