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Weiden: Urteil im Drogenprozess gefallen

Der Weidener Drogenprozess ist heute Mittag mit den Urteilen der beiden Angeklagten zu Ende gegangen. Der Fahrer erhielt 18 Monate auf Bewährung. Der Hauptangeklagte Jahi L. muss für 8 Jahre hinter Gitter.

Das Gericht schenkte den Ausführungen des Angeklagten keinen Glauben. Dessen Geschichte sei so ein Unsinn gewesen, dass es schmerze, dem zuzuhören, so der Vorsitzende Richter Walter Leupold.

Bei dem Verfahren ging es um insgesamt 27 Kilogramm Heroin und 15 Kilogramm Kokain. Zu einer Übergabe der Drogen ist es nie gekommen. Stattdessen klickten gegen Ende November vergangenen Jahres die Handschellen, als ein Deal in einem Weidener Musikcafé besprochen wurde. Als potenzieller Käufer war ein verdeckt ermittelnder Beamte mit involviert.

Der Verteidiger von Jahi L., Jörg Meyer, hatte in seinem Plädoyer Freispruch gefordert. Nichts könne bewiesen werden und auch der verdeckte Ermittler durfte vor Gericht nicht aussagen. Meyer will deshalb gegen das Urteil Revision einlegen.
(tb)