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Weiden: Urteil im Missbrauchsprozess

5 Jahre 6 Monate – so lautet das heutige Urteil gegen einen 42-jährigen Mann aus Neustadt an der Waldnaab. Er war unter anderem des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen angeklagt und dann auch für schuldig befunden worden.

Das Urteil liegt 4 Monate unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 5 Jahren und 10 Monaten. Der Verteidiger des Angeklagten forderte in seinem gestrigen Plädoyer 5 Jahre. Laut Vorsitzendem Richter ist Robert H. mit dem Urteil noch einmal günstig weggekommen. Wäre er nicht voll geständig gewesen, dann hätte die Strafe auch in Richtung 8 Jahre gehen können. Dem Hauptopfer, einer jungen Frau im Jugendalter, ist damit eine erneute Aussage vor Gericht erspart geblieben.

Zu seinen Ungunsten wurde ausgelegt, dass der Angeklagte das tiefe Vertrauensverhältnis des weiblichen Opfers gnadenlos ausgenutzt habe. Der Angeklagte hat der jungen Frau gedroht, dass er mit ihrer Mutter Schluss mache, wenn sie mit ihm keinen Geschlechtsverkehr habe. Diese befürchtete ein weiteres psychisches und soziales Abgleiten der Mutter, weshalb sie letztendlich eingewilligt hatte.

Verteidiger Christoph Scharf zeigte sich angesichts des Urteils zufrieden. Am 1. Verhandlungstag am Montag war es zu einem Verständigungsgespräch aller Beteiligten gekommen mit dem Ergebnis, dass dem Angeklagten zwischen 5 und 6 Jahren in Aussicht gestellt wurden. (tb)