Weiden: Viel Gesprächsbedarf im Stadtrat

Digitaisierung der Schulen, SuedOstLink und Defibrillatoren: In der gestrigen Stadtratssitzung in Weiden hat es viel Gesprächsstoff gegeben.

Als hätte Oberbürgermeister Jens Meyer es schon geahnt, dass es in der gestrigen Stadtratssitzung einiges zu besprechen geben wird. Er erklärte direkt zu Beginn, dass er den öffentlichen Teil um spätestens 18:00 Uhr beenden werde, denn auch im nicht öffentlichen Teil sei das Programm noch prall gefüllt gewesen. Und tatsächlich: Die Zeit reichte am Ende nicht um alle laut Tagesordnung im öffentlichen Teil der Sitzung vorgesehenen Punkte zu besprechen.

Stellungnahme der Stadt zum SuedOstLink
Ein Thema welches immer für Diskussion sorgt: Der SuedOstLink. Trotz Corona-Pandemie läuft das Planfeststellungsverfahren unbeirrt weiter. Ein 1000 Meter breiter Korridor ist bereits festgelegt. Jetzt sammelt die Bundesnetzagentur Stellungnahmen ein, was in jenem Korridor noch zu beachten wäre. Eine solche Stellungnahme hat auch die Stadt Weiden abgegeben, welche der Stadtrat gestern absegnete. Mit einem Stimmenverhältnis von 30:9. In der Stellungnahme äußere die Stadt Weiden nochmals ihre Bedenken zum geplanten Trassenverlauf. Zudem betonte man, auch bei der gestrigen Stadtratssitzung, dass man sich eine Klage gegen den SuedOstLink vorbehalte.

Hardware und Manpower an Weidener Schulen stärken
Ein weiterer Punkt der ausführlich besprochen wurde war, wie Oberbürgermeister Jens Meyer es nannte, der Wechsel von der Kreide- in die Digitalzeit. Gemeint war damit die Digitalisierung in Schulen. Die Corona-Pandemie habe schonungslos die Stärken und Schwächen des aktuellen Schulsystems gezeigt. Daraus müsse man jetzt in Zukunft lernen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Jedem Schüler einfach nur ein Tablet zur Verfügung zu stellen, löse das Problem bei weitem nicht. Hier müsse man sowohl was Hardware als auch Manpower angeht nachhaltige Lösungen und Ansätze finden.

Defibrillatorsäule in Muglhof
Auch über Defibrillatoren wurde viel gesprochen. Ein Antrag, noch aus dem Februar dieses Jahres, forderte einen solchen für den Weidener Stadtteil Muglhof. Der Tenor dabei im Weidener Stadtrat: Geld dürfe hier keine Rolle spielen. Die Frage: Was ist ein Menschenleben wert, stelle sich selbstverständlich aus ethischen Gründen überhaupt nicht. Deshalb beschloss der Stadtrat gestern dann auch die Errichtung einer Defibrillatorsäule in Muglhof und beauftragte die Verwaltung darüber hinaus ein Konzept zu entwerfen, wo solche Säulen in Weiden und seinen Ortsteilen noch gebraucht würden.

(ac)