Weiden: Vom Kleinunternehmer zum Welthandel

Viele Menschen haben Angst vor Veränderung. Doch ohne Veränderung gibt es keinen Fortschritt. Deswegen hat das mittelständige Unternehmen BAM in Weiden das Thema „Veränderung“ zum Konzept gemacht. Sie haben die Chancen der Digitalisierung und Automatisierung für sich erkannt. Für Sie bedeutet der Wandel daher kein Arbeitsplatzvernichter. Dadurch können vielmehr Prozesse noch effizienter gestaltet werden.

Geschäftsführer von BAM, Marco Bauer, glaubt, dass die Automatisierung eigentlich die einzige Möglichkeit ist, dass auch in der Zukunft ein Wirtschaftsstandort in Deutschland bestehen kann. Somit sei es auch möglich die Mitarbeiter für höherwertige Tätigkeiten zu spezialisieren. Der Maschinenbauer und Systemlieferant konnte bereits auf 140 Mitarbeiter wachsen. 2011 hat BAM mit acht Leuten angefangen.

Die Förderung der Belegschaft sei für Bauer entscheidend, um somit ein starkes Unternehmen zu schaffen. So wird bei BAM versucht, die Möglichkeit zu bieten, dass in jeder Altersklasse eine Arbeit vorhanden ist. So kämen oftmals ehemalige Mitarbeiter von der Rente zurück in den Betrieb und unterrichten Auszubildende in der Lehrwerkstatt. Somit soll das Wissen nicht verloren gehen.

Das Unternehmen in Weiden hatte ebenfalls vor drei Jahren mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. In Bayern haben 2018 rund 260.000 Fachkräfte gefehlt. Bis 2030 werden es mehr als doppelt so viele sein. BAM hat es aus dieser Zwickmühle mithilfe einer überarbeiteten Marketingstrategie geschafft. Für Geschäftsführer Marco Bauer steht fest: nicht stehen bleiben. Nur so könne man im weltweiten Business überleben. (sh)