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Weiden: Vorwurf des versuchten Mordes

Seit heute muss sich Alexander K. aus Mantel vor dem Weidener Landgericht wegen versuchten Mordes verantworten. Ihm wird vorgeworfen, den Hochbaufacharbeiter Jürgen K. mit einem Schlachterbeil am 15. September vergangenen Jahres von hinten geschlagen und schwer verletzt zu haben.

Vorausgegangen seien Monate der teilweise scharfen und herabsetzenden Kritik von Seiten des Opfers. Am Morgen des 15. Septembers habe er den Entschluss gefasst, es dem Vorgesetzten heimzuzahlen. Er habe ihn aber nicht töten wollen, so sein Verteidiger Franz Schlama.

Recht gesprächig wirkte der 39-jährige Angeklagte nicht. Er hat aber zugegeben, dass er sich mit einem Rad dem Opfer von hinten genähert und dann zugeschlagen habe. Dass Jürgen K. dabei sterben könnte, daran habe er zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht. Dem Angeklagten wurde jedoch von Seiten des Vorsitzenden Richters Markus Fillinger vorgehalten, dass er dessen Bruder eine SMS geschrieben habe. Der Inhalt: „Habe gerade Herrn K. erschlagen. Warte auf die Polizei. Entschuldigung!“
Auch das Opfer wurde vor Gericht befragt. Gesundheitlich sei Jürgen K. auf Reha. Eine weitere Reha stehe Ende April an. Bei Belastungen habe er im Nackenbereich große Schmerzen und in gebückter Haltung habe er Schwindelgefühle. Psychisch sei er einigermaßen stabil.

Für den Prozess sind weitere 4 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird am 19. März erwartet.
(tb)