Amberg/Weiden: Warnstreiks bei AOK Bayern

„Die AOK biete bisher völlig unzureichende Gehaltssteigerungen an“ – da ist sich Sigi Stenzel, die Leiterin des Fachbereichs Sozialversicherungen bei ver.di, sicher. Die Gewerkschaft ver.di hat daher zu Warnstreiks und Kundgebungen aufgerufen. Fast alle 39 Standorte der AOK Bayern folgten – darunter auch München und Nürnberg. Aber auch die Oberpfalz haben die Warnstreiks erreicht.

Sechs Prozent mehr Gehalt, dazu 350 Euro jährlich für gesundheitliche Maßnahme beziehungsweise sportliche Aktivitäten, sowie die Erhöhung der vermögenswirksamen Leistungen auf 40 Euro pro Monat – das fordert die Gewerkschaft ver.di für die Angestellten der AOK Bayern. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen hatte sie dafür zu bayernweiten Warnstreiks aufgerufen.

Bereits gestern Mittag versammelten sich etwa AOK-Mitarbeiter in Amberg zu einer Kundgebung. Die stellvertretende Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Manuela Dietz machte auch hier die Forderungen der Mitarbeiter deutlich – unterstützt von einem lauten Pfeifkonzert. Heute dagegen opferten Mitarbeiter der AOK-Direktion in Weiden ihre Mittagspause um zu protestieren.

Sollten die Forderungen der Gewerkschaft ver.di erfüllt werden, könnten davon allein bei der AOK-Direktion in Weiden, zu der auch die Geschäftsstellen in Vohenstrauß und Eschenbach gehören, rund 70 Mitarbeiter profitieren. Das erläuterte uns der Personalratsvorsitzende Richard Biersack. (nh)