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Weiden: Warnung vor gefälschen Anrufen

Die Polizei Weiden warnt vor einer besonderen Masche von Betrügern: Sie rufen ihre Opfer unter der Notrufnummer 110 an, um diese etwa vor einem geplanten Diebstahl zu warnen.

So erging es am Montag am späten Abend auch einer 68-jährigen Frau aus dem Ortsteil Neunkirchen. Sie las die Telefonnummer 0961/110 von ihrem Apparat ab. Der unbekannte männliche Anrufer gab sich der der Frau gegenüber als Polizeibeamter aus und teilte mit, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden war und der Täter flüchtig sei. Es soll nun der Schließzustand der Fenster und Türen überprüft werden. Die Frau verständigte daraufhin die Polizei – und hat damit richtig gehandelt. Denn es gab weder einen Einbruch, noch handelte es sich bei dem Mann um einen Polizisten.
Der Vorfall ist kein Einzelfall, wie aus der Pressemitteilung deutlich wird. In der Vergangenheit kam es im Bundesgebiet zu vergleichbaren Anrufen von angeblichen Polizeibeamten, die danach auch in den Wohnhäuser erschienen und angeblich nach flüchtigen Einbrechern suchten. Nach dem Besuch bemerkten die Geschädigten das Fehlen von Wertgegenständen.
Hier die Tipps der Polizei, um sich vor Trickbetrügern zu schützen:

  • Lassen Sie Unbekannte vor Ihrer Wohnungstür: Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in Ihre Wohnung zu lassen.

  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.

  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Mehr Tipps gibt es unter www.polizei-beratung.de.

(nh / Pressemitteilung PI Weiden)