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Weiden: Was wird aus der Seltmann-Villa?

Wie geht es mit der Seltmann-Villa in Weiden weiter? Der Bauausschuss sucht vor Ort nach einer Entscheidung für oder gegen eine Sanierung.

Eine seltene Gelegenheit, die sich den Mitgliedern des Weidener Bauaussschusses bot. Im Rahmen einer Ortsbesichtigung hatten sie die Möglichkeit, dass Anwesen der Seltmann-Villa zu besichtigen. Denn für den Bauausschuss gilt es zu entscheiden, ob sich die Stadt an der Sanierung der alten Villa beteiligt. Seit Jahren steht der ehemalige Wohnsitz der Porzellan-Unternehmerin Maria Seltmann leer.

Ralf Schönberger möchte investieren, die Villa sanieren. Allerdings sei dies nur mit einer städtischen Beteiligung möglich. Denn ohne Förderprogramm wären die Kosten schlicht zu hoch. Eine konkrete Nutzungsabsicht gebe es noch nicht, es müsse erst ein tragfähiges Konzept erarbeitet werden, so Schneeberger. Seine Motivation sei dieses architektonisch wertvolle Gebäude zu erhalten.

Ein Beispiel für die Teilnutzung der Stadt ist ein öffentlicher Park. Für die Stadt stehen für die Sanierung rund 1,1 Millionen Euro im Raum. Zudem verpflichte man sich, 25 Jahre lang für den Unterhalt des Anwesens zu sorgen. Dafür konnte sich der Bauausschuss vorerst noch nicht festlegen, die Entscheidung wurde vertagt.

Bei einem ganz anderem Millionen-Projekt hingegen fiel eine Entscheidung. Mit 9:2 stimmten die Mitglieder des Bauausschusses für die Sanierung der Dreifach-Turnhalle und des Hallenbads der Hans- und Sophie-Scholl-Realschule. Lediglich die beiden Vertreter der Bürgerliste Weiden stimmten dagegen. Durch den mehrheitlichen Beschluss gehe es jetzt in die Detailplanung. Laufe alles gut, so könnten die Baumaßnahmen bereits am 1. August beginnen. (ms)