Weiden: Wer war der Informant beim Raubüberfall?

Der „Rio-Prozess“ sorgt weiterhin für Spannung in der Oberpfalz. Heute wurde die Zeugenvernehmung fortgesetzt. Am Vormittag war der 58-jährige Mitbewohner des Angeklagten Alexander M. in den Zeugenstand geladen. Er sollte helfen aufzuklären, wer bei dem Überfall als Informant involviert war. Mit seiner Aussage belastete er den bereits verstorbenen Zeugen Norbert A.

Der 58-jährige Zeuge sagte aus, dass Nobert A. chronische Geldprobleme gehabt hätte und darüber hinaus stark spielsüchtig gewesen sei. Regelmäßig habe er ihn um Geld gebeten, das hätte nach dem Überfall aber plötzlich aufgehört. Weiter noch habe er Norbert A. anschließend mehrmals mit beträchtlichen Summen Bargeld gesehen. Kurz vor seinem Suizid habe Norbert A. dem Zeugen gegenüber angekündigt sich umzubringen. Seine Aussage hatte er im Jahr 2016 wochenlang verweigert. Dem Zeugen gegenüber habe er sinngemäß gesagt dass Alexander M. ihn in dieses Unglück hineingezogen habe. Er fürchtete bei seiner Vernehmung festgenommen zu werden.

Zwar sagte der 58-Jährige aus, er würde seinem Mitbewohner Alexander M. eine solche Tat nicht zu trauen und dieser hätte mehrfach ihm gegenüber seine Unschuld beteuert, wirklich entlasten konnte er ihn jedoch nicht. Alexander M. und Norbert A. hätten im Vorfeld mehrfach über den Verkauf des Rio gesprochen. Beide hätten sich auch das Haus der Opfer angesehen, ob das vor oder nach dem Überfall war könne er aber nicht mehr sagen.

Der nächste Verhandlungstag ist für den 18. Mai 2018 angesetzt. Mit einem Urteil sei nicht vor Mitte Juli zu rechnen.
(ac)