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Weiden: Wittgarten-Durchstich vollzogen

Es ist vollbracht: Der Wittgarten-Durchstich ist geschehen. An Ostern wurde ein Jahrzehnte alter Wunsch der Stadt Weiden realisiert. Dafür musste ein 1000 Tonnen schwerer Betontunnel an die richtige Stelle gesetzt werden. Er war zuvor an anderer Stelle zusammengebaut worden und musste nun 35 Meter versetzt werden. 12 Hydraulik-Pressen waren dafür im Einsatz. Zwei Stunden dauerte die Aktion insgesamt. Zuvor mussten die Gleise abgebaut und der Zugverkehr umgeleitet werden.

Mit der Untertunnelung der Gleise ist der schwierigste Teil eines Mammutprojektes realisiert worden: Die Verbindung des Stadtteils Stockerhut mit der Innenstadt für Fußgänger und Radfahrer. Sie sollen über eine Unterführung bequem die Gleise passieren. Der Rad- und Gehweg führt von der Königsberger Straße bis zur Max-Reger-Straße. Insgesamt 230 Meter lang ist der Weg, 25 Meter davon laufen unter den Gleisen.

Die Gleise trennten die Stadtteile seit Jahrzehnten voneinander. Den Wunsch, sie wieder zu verbinden, besteht fast ebenso lange. Nur: die Finanzierung erschien schwierig. Jetzt wird das Projekt zum Großteil gefördert und konnte realisiert werden. Die Gesamtkosten werden sich auf circa 5,8 Millionen Euro belaufen. Bei Spatenstich im Oktober sagte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, dass es ein bedeutender Tag für die Weiterentwicklung der Stadt Weiden sei. (eg)