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Weiden: Zukunft Wittgarten

Der Wittgartendurchstich in Weiden löse ein 150 Jahre altes Problem. Denn genau so lange trennen die Bahngleise einzelne Stadtteile voneinander. Der Bahnverkehr wird an den Osterfeiertagen eigens 120 Stunden ruhen, damit der tatsächliche Durchbruch vollzogen werden kann. Wenn das fast sechs Millionen Euro teure Projekt fertiggestellt ist, soll es als Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer fungieren. Auch die neu verbundenen Stadtteile sollen attraktiver gestaltet werden. Mit der möglichen Gestaltung hat sich ein ausgeschriebener Wettbewerb der Stadt beschäftigt.

Insgesamt sieben Architektenbüros haben am städtebaulichen und landwirtschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb „Wittgarten und Josef-Witt-Platz“ teilgenommen. Ein Preisgericht hat jetzt in einer nicht öffentlichen die Gewinner gekürt. Es vergab einen 1. Platz und einen 2. Platz sowie zwei Anerkennungen. Diese Wertung wird an den Stadtrat weitergegeben, der eine Entscheidung bezüglich der Umsetzung fällen wird.

Wichtig sei vor allem gewesen, dass Grünflächen erhalten oder sogar ergänzt werden, so der Weidener Baudezernent Oliver Seidel. Zudem sei es das Ziel, die bislang durch die Bahnschienen abgetrennten Stadtteile Lerchenfeld und Stockerhut an die Innenstadt anzubinden. Der Wittgartendurchstich mache dies möglich.

Gewinner des Realisierungswettbewerbs ist die Dragomir Stadtplanung GmbH. Ihr Vorschlag hebt sich erheblich von anderen Entwürfen ab. Denn der Plan sieht im Wittgarten einen großen Weiher vor. Man wolle den historischen Siechenweiher wiederbeleben, erklärt Martin Birgel. Durch diesen neuen Anziehungspunkt schaffe man es, die Bürger aus der Altstadt hindurch durch den Wittgartendurchstich zu locken. Der Weiher biete mit Biergarten, Café und Blick aufs Wasser eine enorme Aufenthaltsqualität.

Die Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs sind noch bis zum 15. Februar im Foyer des Neuen Rathauses in Weiden ausgestellt. (ms)