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Weiden/Amberg: Wird der Freistaat zum Überwachungsstaat?

„Big brother is watching you – Der große Bruder beobachtet dich“ Das ist wohl die bekannteste Zeile aus George Orwells legendären Roman „1984“ über einen totalitären Überwachungsstaat. Zugegeben, Vergleiche zwischen dem Roman „1984“ und unserer Gesellschaft sind schon beinahe absurd weit hergeholt. Aber wenn Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ein neues Konzept vorstellt, dass die polizeiliche Videoüberwachung in Bayern verdreifachen soll, dann schießt eben jene Zeile dem einen oder anderen bestimmt durch den Kopf.

Wird der Freistaat also jetzt zum Überwachungsstaat? Muss man sich in Zukunft darauf einstellen auch in Städten wie Amberg, auf öffentlichen Plätzen rund um die Uhr beobachtet, auf Schritt und Tritt gefilmt zu werden? Die Antwort von offizieller Seite: Nein! Sowohl Innenminister Joachim Herrmann, als auch Ambergs Bürgermeister Martin Preuss betonen, dass das Konzept sich nur auf Kriminalitätsbrennpunkte beschränken werde. Von einer flächendeckenden Überwachung könne keine Rede sein. Gerade in Amberg sehe Bürgermeister Martin Preuß keinen Bedarf hierfür. Die Sicherheitslage sei in Amberg derzeit so gut wie lange nicht. Für Videoüberwachung beispielsweise auf dem Amberger Marktplatz gebe es derzeit keinerlei Überlegungen.

Auch in der Bevölkerung trifft das neue Videoüberwachungskonzept größtenteils auf Zustimmung. Die meisten hätten kein Problem damit gefilmt zu werden, mehr noch würden sie sich dadurch sogar sicherer fühlen.

Bleibt also abzuwarten wie sich die Situation entwickelt. Bislang scheint der Großteil der Bevölkerung kein Problem damit zu haben an öffentlichen Plätzen überwacht und gefilmt zu werden. Am Ende, diene es ja schließlich nur unserer eigenen Sicherheit.

(ac)