Weiherhammer/China: Deutsches Ausbildungsmodell für China

Deutsches Ausbildungsmodell für China: Nach dem bewährten deutschen Modell der dualen Berufsausbildung im Metall- und Elektrobereich sollen 300 Mitarbeiter in Shanghai ausgebildet werden – das ist das Ziel des Unternehmens BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH an seinem chinesischen Produktionsstandort.

Um das zu erreichen, entwickelt und erprobt das Überbetriebliche Bildungszentrum in Ostbayern – kurz ÜBZO – in Weiherhammer ein Konzept zur Einführung und Weiterentwicklung der betrieblichen und schulischen Berufsausbildung in China.

Insgesamt acht Ausbilder und Verantwortliche sollen dafür innerhalb des einjährigen Mobilitätsprojekts CoACH-ME, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (kurz BMBF) fördert, für die berufliche Bildung des ÜBZO für jeweils ein beziehungsweise zwei Wochen zur BHS Corrugated Machinery Co., Ltd., Shanghai entsendet werden.

Sonja Prüll, die Leiterin des Bereichs Hochschule / Forschung / Internationales des ÜBZ, hat bereits in einem ersten Schritt die Ausgangsituation der Berufsausbildung vor Ort begutachtet. Dafür standen Berufsschulbesuch, Hospitationen im schulpraktischen Werksunterricht und in der betrieblichen Ausbildung sowie intensive Gespräche mit Lehrern und Ausbildungsverantwortlichen auf dem Programm. Mit diesem Wissen enwickelte das Projektteam im ÜBZO schließlich die passenden Trainings- und Unterstützungsangebote.

Eine zweite Delegation soll im Juni nach Shanghai fliegen. Sie sollen die betrieblichen Master-Coaches methodisch-didaktisch schulen. Im September sollen diese Coaches dann fachpraktische Qualifizierungsmaßnahmen im Elektro- und Metallbereich durchlaufen und weiter optimiert werden.

Dazu Prof. Dr. Erich Bauer, Geschäftsführer des ÜBZO:

„Die Ergebnisse dieses Pilotprojekts bilden für uns die Basis, unsere Exportaktivitäten im Bereich der dualen Berufsausbildung in China in Zukunft noch weiter auszubauen.“

(nh/Pressemitteilung ÜBZO)

Bild: ÜBZO