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Weiherhammer: Vom Hochofen zur Industriegemeinde

Pünktlich um 17.17 Uhr hat in Weiherhammer der Festakt zum 300. Geburtstag der Gemeinde begonnen. Eine besondere Zahl für den Ort. Im Jahr 1717 liegen die Anfänge von Weiherhammer, denn da wurde vom damaligen Herzog von Sulzbach ein Hochofen errichtet. In Weiherhammer waren alle wichtigen Eigenschaften dafür gegeben: Es gab Wasser, Wald und Eisenerz. Anfangs wurde hier vor allem Munitionsguss für das kaiserliche Zeughaus in Wien produziert.

Seitdem hat sich viel getan. Nichts mehr erinnert an die Kinderschuhe der Gemeinde. Das Innovision Center, in dem die offiziellen Feierlichkeiten waren, repräsentiert eher den starken Industriestandort Weiherhammer. Die Firma BHS Corrugated beschäftigt sich seit dem Jahr 1960 mit der Wellpapenherstellung, ist in diesem Bereich sogar Weltmarktführer. BHS ist einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Kein Wunder also, dass die wirtschaftlichen Erfolge der Firma maßgeblich dazu beigetragen haben, die 4000-Einwohner-Gemeinde zu einem starken Industriestandort zu machen. Doch auch das Unternehmen ist eng mit Weiherhammer verbunden. „Ich könnte mir BHS an einem anderen Standort wie München nicht vorstellen“, erzählt Christian Engel, der Sprecher der Geschäftsführung.

Die Gemeinde Weiherhammer hat den feierlichen Rahmen des Festakts genutzt, um Leistungen einiger Bürger in den Mittelpunkt zu stellen. So wurden 16 verdiente Bürger mit der Barbaramedaille ausgezeichnet.

Christian Engel, Lars Engel und Edmund Bradatsch wurde die höchste Ehre der Gemeinde zu teil. Sie wurden an diesem Abend zu Ehrenbürgern ernannt. (ms)