Wie CBD bei Corona helfen kann

Die Pandemie hat die Welt im Griff. Zwar sind in den meisten Ländern Impfkampagnen angelaufen, doch nicht überall funktionieren sie reibungslos. Mediziner und Wissenschaftler suchen auf der ganzen Welt nach vorbeugenden und heilenden Medikamenten und sind bisher nicht fündig geworden.

Deshalb wird jede Initiative, welche zu Lösungen der Covid-19 Krise führen kann, erwartungsvoll begrüßt, verschafft sie doch den Menschen Hoffnung und verspricht ein Licht am Ende des Tunnels. Große Aufmerksamkeit erlangte kürzlich eine Notiz, dass Forscher in mehreren Ländern den Wirkstoff CBD (Cannabidiol) darauf untersuchen, ob dieser bei der Eindämmung des gefährlichen Virus nützlich sein kann. Vor allem kanadische und österreichische wissenschaftliche Institutionen machen auf sich aufmerksam. In Klagenfurt sind vergleichende Therapien im Gange, wobei Patienten mit CBD-Behandlung schneller aus der Klinik entlassen werden konnten wie solche mit Placebo-Therapien.

Was macht COVID-19 mit dem Körper?

Das Virus verschafft sich auf vielfältige Weise Zugang zum menschlichen Organismus. Zwar ist die Lunge das Haupteinfallstor, jedoch sind auch andere Organe betroffen. Nach Informationen des Robert Koch-Instituts(RKI) ist das Auftreten der Krankheit abhängig von der jeweiligen Dichte der ACE-2-Rezeptoren (Angiotensin-konvertierendes Enzym 2) im Gewebe. Diese Enzyme ermöglichen dem Erreger den Eintritt in die Zelle. Dort tauscht das Virus Teile des Zellkerns mit seinem eigenen Erbgut aus.

Die Krankheitsverläufe von Covid-19 sind eher unspezifischer Natur. Sie sind vielfältig und variieren stark. So zeigen einige Erkrankte gar keine Symptome, andere erleiden schwere Lungenentzündungen, die zum Tod führen. Geläufig sind auch Fieber, Husten, Halsschmerzen sowie Geruchs- und Geschmacksstörungen.

CBD kann Lungenschäden durch Corona reduzieren

Laut dem renommierten Portal CBD 360 weist Cannabidiol entspannende, krampflösende und vor allem entzündungshemmende Wirkungen auf. Deshalb steht die Frage im Raum, ob und inwiefern der nicht berauschende Wirkstoff der weiblichen Hanfpflanze eingesetzt werden kann, um Lungenschäden jeglicher Ausprägung zu verhindern.

Bei Entzündungen reagiert das Immunsystem dahingehend, dass es Stoffe aussendet, die den Entzündungsherd bekämpfen sollen. In der Fachsprache werden diese Substanzen Zytokine genannt. Bei einer Erkrankung mit Covid-19 kommt es zu einer Überreaktion, dem sogenannten Zytokinsturm. Dabei sammeln sich zu viele Immunzellen am Ort der Entzündung an und beeinträchtigen die Funktion des Gewebes. In schweren Fällen führt das zu Organversagen und zieht letztlich den Tod nach sich.

CBD hemmt Zytokinsturm

Die Verhinderung des Zytokinsturms ist somit derzeit eine der wichtigsten Aufgaben von Medizin und Wissenschaft. Zumal auch andere Organe als die Lunge erfasst werden können, was ein multiples Organversagen hervorruft. Laut einer Veröffentlichung des British Journal of Pharmacology fanden italienische Forscher heraus, dass CBD die Ausbreitung und die Ausprägung einer Covid-19-Krankheit eindämmen könne.

Zum einen wird CBD die Fähigkeit zugesprochen, die für den Einfall des Virus in die Zelle verantwortlichen Rezeptoren ACE-2 zu hemmen. Durch seine antiinflammatorischen Eigenschaften sei CBD zudem in der Lage, den beschriebenen Zytokinsturm zu begrenzen. Einige Wissenschaftler gehen außerdem davon aus, dass CBD als PPAR-Agonist die zelleigenen Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptoren (PPAR) aktiviert. Auch diese wirken entzündungshemmend. Durch die Regulierung von Fibroblasten fördern PPAR-Agonisten zudem die Heilung des Bindegewebes.

CBD verringert Symptome des Akuten Atemnotsyndroms

Die vorwiegende Todesursache bei einem schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung ist das Akute Atemnotsyndrom. Laut einer Studie des Medical College of Georgia vom September 2020 reduziert CBD die Entzündungsmarker und lindert die Symptome dieser Erscheinung. Heute weiß man durch eine Studie vom Januar dieses Jahres, das CBD gerade die für Covid-19 typischen Entzündungsmarker Interleukin-6 und -8sowie ACE-2 hemmt.

In einer Veröffentlichung der Deutschen Apotheker Zeitung vom Oktober 2020 war zu lesen, dass ein niedriger Apelin-Spiegel für die Ausbildung des Zytokinsturms mit verantwortlich sei. Apelin ist ein körpereigener entzündungshemmender Wirkstoff. CBD kann diesem Abfall entgegenwirken.

Kann eine CBD-Mundspülung vor einer Infektion schützen?

Derweil geben zwei kanadische Forscher zu Protokoll, dass sie an der Züchtung von CBD-reichen Cannabissorten arbeiten, die in einer Mundspülung gegen Corona zur Wirkung kommen könnten.

Mit dieser soll schon im Mund- und Rachenraum gegen die ACE-2 Effekte vorgegangen werden. Bisher haben diese Denkansätze jedoch noch nicht die theoretische Basis verlassen.

(exb)