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Wiesau: Empfang Sudentendeutsche Landsmannschaft

Die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg. Auch heute noch ein Thema von großer Bedeutung. Vor allem in der Region Wiesau ist es präsent wie eh und je. Im damaligen Auffanglager in Wiesau kamen 1946 um die 7000 Vertriebene pro Tag mit dem Zug an. Ihr altes Leben und ihre Heimat hinter sich gelassen, hofften sie hier in der Oberpfalz auf einen Neuanfang. Auch Horst Adler musste im Alter von zwei Jahren zusammen mit seiner Familie seine Heimat verlassen. Inzwischen lebt der heute 72-Jährige seit 70 Jahren in Tirschenreuth. Den Bezug zur Heimat hat er allerdings nie verloren. Deshalb engagiert er sich seit mehr als 20 Jahren in der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Für eben dieses über Jahrzehnte unermüdliche Engagement, wurde Horst Adler in Wiesau jetzt gebührend geehrt. Aus den Händen vom Bundesvorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bernd Posselt erhielt er die höchste Auszeichnung, die die Sudetendeutsche Landsmannschaft zu vergeben hat. Die Rudolf Lodgman Plakette. Mit dieser Auszeichnung, wolle man laut Posselt einem unverzichtbarem Mitglied die Ehre und Aufmerksamkeit zu Teil werden lassen, die er verdiene.

Als besondere Ehrengäste waren auch die Bürgermeister aus Adlers Heimat Asch Dalibor Blazek und Michael Abraham angereist. Für Adler selbst, neben der Rudolf Lodgman Plakette die größte Ehre an diesem Tag.
(ac)