Windischeschenbach: Die Geschichte des Kontinentalen Tiefbohrprogramms

Es ist das tiefste Loch der Welt. In Windischeschenbach haben Forscher vor fast 30 Jahren ein neun km tiefes Loch in die Erdkruste gebohrt. Das Kontinentale Tiefbohrprogramm der Bundesrepublik Deutschland, auch KTB genannt, wurde von 1987 bis 1995 durchgeführt und war ein geowissenschaftliches Großforschungsprojekt. Seit 1998 gibt es neben der Tiefbohrung das Geozentrum mit einer Ausstellung zum System Erde.

Nun wurde eine neue Ausstellung eröffnet, die das Geozentrum ergänzt und sich mit der Geschichte der kontinentalen Tiefbohrung befasst. Auf verschiedenen Stationen kann man die Geschichte vom ersten Ansatz bis in die Gegenwart erleben. Vor allem auch Kinder, Schüler und junge Erwachsene sollen ihren Weg in das Geozentrum und die Ausstellung finden.

Die 15 Fahnen der Ausstellung zeigen komprimiert und verständlich das Wichtigste aus der Geschichte der Tiefbohrung, sodass sie auch für Schüler leicht verständlich sind. Zudem wurden viele bunte Grafiken und Darstellungen eingebaut, um die Ausstellung zu veranschaulichen. Eine Holztafel mit Monitor, die in der Mitte des Raumes hängt, integriert audiovisuell wichtige Mitwirkende des Bauprojekts in die Ausstellung. Die Geschichte des KTB ist lange noch nicht zu Ende. Und somit wird die Ausstellung auch in Zukunft erweitert werden. Mindestens weitere 15 Fahnen sollen noch hinzu kommen. Und auch weitere Ausstellungen im Geozentrum sind für die Zukunft geplant. Die nächste soll den Schwerpunkt Rohstoffe behandeln.

Das KTB mit seinem Geozentrum ist weltweit einzigartig und einen Besuch wert. Inwiefern sich die Ausstellung zur Geschichte der kontinentalen Tiefbohrung erweitert, wird die Zukunft zeigen. (sth)