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Windischeschenbach: Stützelvilla wird Behördenstandort

Die „Stützelvilla“ in Windischeschenbach ist seit heute Vormittag ein Zentrum für Kartographie. In Zukunft soll hier die Dienststelle „Digitale Landkarten Bayern“ ein Zuhause finden. Eine Schlüsselübergabe besiegelte die Zukunft der Jugendstilvilla. 32 Jahre lang diente sie als Jugendtagungshaus. Kurzfristig wurde sie von Asylbewerbern bewohnt.

Nun ist sie Teil der Behördenverlagerung von den Ballungszentren in die Oberpfalz. Bereits im vergangenen Jahr wurde gegenüber die Dienststelle „Digitale Landkarten Bayern“ eröffnet. Die Räumlichkeiten dort seien aber zu klein, sagte Heimatminister Dr. Markus Söder bereits damals. Die „Stützelvilla“ soll mehr Kapazitäten für Geräte aber auch Mitarbeiter haben.

Geplant ist, insgesamt 60 Arbeitsplätze dort zu schaffen. Nach und nach soll die Behörde komplett verlagert werden. Die Dienststelle „Digitale Landkarten Bayern“ ist unter anderem dafür zuständig, Karten für das Landesamt für Breitband, Digitalisierung und Vermessung zu erstellen. Amtliche und topografische Landkarten, Sonderkarten oder Freizeitkarten sind im Portfolio der Aufgaben der neuen Dienststelle.

Laut Heimat- und Finanzstaatssekretär Albert Füracker gebe es bereits erste Versetzungsgesuche von Mitarbeitern. Darüber hinaus wolle man aber auch junge Leute der sogenannten 2. Qualifikationsebene ausbilden. Zukünftiger Nachwuchs soll auch durch den neuen Studiengang Geoinformatik an der OTH Amberg-Weiden gewonnen werden.
Derzeit sind bereits 14 Mitarbeiter der Dienststelle in Windischeschenbach mit dem Aufbau beschäftigt. Wann genau die Dienststelle mit allen 60 Mitarbeitern ihre Arbeit aufnimmt, stehe allerdings noch nicht fest. (kh)(eg)