Wohnen in der Oberpfalz – So gelingt der Umzug in das neue Zuhause

Wer auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist, für den sind unter anderem die Immobilienpreise ein wichtiger Faktor. Diese steigen bundesweit immer stärker an und machen auch vor der Oberpfalz nicht Halt. Das gilt für Neubauten genauso wie für Bestandsimmobilien. Allerdings liegt die Oberpfalz im bundesdeutschen Vergleich bislang weit hinter den teuersten Städten. Dazu gehören München, Stuttgart und Frankfurt/Main. Allgemein steigen die Immobilienpreise in Großstädten, Hochschulstandorten und Ballungsräumen besonders rasant an, während sie in ländlichen Gebieten weniger stark steigen.

Wohnen in der Oberpfalz – Das kostet ein neues Zuhause

Wer nach einem neuen Zuhause in der Oberpfalz sucht, muss sich zwangsläufig mit den aktuellen Immobilienpreisen in den Landkreisen und Städten der Region auseinandersetzen. Die Höhe der Miet- bzw. Kaufpreise ist in der Regel der wichtigste Aspekt bei der Suche nach einer neuen Bleibe. In Weiden bezahlt man für die Wohnungsmiete rund sechs Euro pro Quadratmeter, wobei die Spanne zwischen fünf und neun Euro liegt. Eigentumswohnungen schlagen mit 1.500 Euro pro Quadratmeter zu Buche und wer sich ein Haus kaufen möchte, muss mit durchschnittlich rund 300.000 Euro rechnen.

Gemäß dem aktuellen Mietspiegel in Regensburg kostet die Miete hier im Durchschnitt rund neun Euro pro Quadratmeter, teils liegen die Kosten bei bis zu 12 Euro. Der Kauf einer Wohnung ist etwa 3.500 Euro pro Quadratmeter teuer, der Kauf eines Hauses rund 3.200 Euro. Die Stadt Amberg verlangt Mietpreise zwischen sechs und neun Euro pro Quadratmeter. Der Kaufpreis für ein Haus liegt durchschnittlich zwischen 1.900 und 2.400 Euro pro Quadratmeter. Eine Eigentumswohnung kostet zwischen 1.800 und 2.800 Euro pro Quadratmeter.

Besonderheiten der Oberpfalz

Selbst, wenn es fraglich ist, wie lange sich die Preise in der Oberpfalz noch auf einem humanen Niveau bewegen – die Region hat viele Besonderheiten zu bieten, die das Wohnen attraktiv machen. So zeichnet sich die Oberpfalz durch eine ländliche Prägung aus und hat außerdem eine eher geringe Siedlungsdichte. Das bedeutet, dass die Bewohner der Region hier recht viel Platz haben im Vergleich zu anderen Gebieten Deutschlands.

Dazu kommt die vielfältige Landschaft, in der sich Wald, Wiesen und Felder abwechseln. Gerade in der nördlichen Oberpfalz variiert die Landschaft zwischen hügeligen und flachen Bereichen. Auch die Menschen in der Oberpfalz kann man zu den Besonderheiten zählen. Denn sie sind typischerweise authentische und bescheidene Leute, was sie absolut sympathisch macht. Die Gebäude bestechen durch ihren ursprünglich gehaltenen Stil, der natürlich und unverstellt daherkommt.

Eine neue Wohnung suchen – Das ist zu beachten

Bei der Suche nach einer neuen Wohnung gibt es einige Punkte zu klären, mit denen man absteckt, welche Mietobjekte überhaupt in Frage kommen. Ein wesentlicher Punkt sind die Mietkosten, die stark mit der Lage der Wohnung zusammenhängen: Je zentraler sie liegt, also je näher an der Innenstadt, desto höher fällt die Miete aus. In Randgebieten sind die Mietkosten deutlich geringer, allerdings sind dafür die Wege in das Zentrum von großen Städten wie Regensburg, Amberg und Weiden weiter, ein Auto wird zum Muss. Zu beachten ist außerdem, ob es sich bei dem angegebenen Mietpreis um die Kalt- oder Warmmiete handelt. Handelt es sich um die Kaltmiete, muss man die Nebenkosten für Strom, Heizung und Wasser noch dazu rechnen. Neben der Frage, wie viel die Wohnung monatlich maximal kosten darf, sollte man vor Beginn der Wohnungssuche genau definieren, welche Anforderungen das Mietobjekt erfüllen muss. Etwa, ob eine Einbauküche vorhanden ist, ein zweites Bad oder ein Balkon. Stehen erste Besichtigungstermine an, ist es sinnvoll, die Wohnung zumindest grob auszumessen, um abschätzen zu können, ob sie sich für die geplante Einrichtung eignet. Beim Rundgang ist auch auf eventuelle Mängel zu achten, dazu sollte man sich die Wohnung ganz genau anschauen. Selbst kleinere Macken sollten im Übergabeprotokoll unbedingt vermerkt werden. Die Nachbarschaft muss ebenfalls passen. Wer gerne seine Ruhe hat, sollte Miethäuser mit Studenten-WGs oder Familien, die kleine Kinder haben, vermeiden. Verkehrslärm durch Autos oder Züge kann auf Dauer zur Belastung werden. Zudem ist es ratsam, sich zu erkundigen, ob es Geschäfte des täglichen Bedarfs in der näheren Umgebung gibt, ob ausreichend Parkplätze vorhanden sind und wie es um die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bestellt ist.

Den Umzug organisieren – So entgeht man dem Umzugschaos

Ist eine passende Wohnung gefunden und der Mietvertrag unterschrieben, kann es mit dem Umzug in das neue Zuhause losgehen. Sofern das möglich ist, sollte man drei bis vier Monate mit den Vorbereitungen beginnen. Damit erspart man sich viel Stress und Ärger. Zunächst muss der alte Mietvertrag fristgerecht gekündigt werden. Sobald der genaue Umzugstermin bekannt ist, sollte beim Arbeitgeber Sonderurlaub beantragt werden. Falls nötig, ist es sinnvoll, jetzt auch schon einen Kleintransporter zu mieten. Aufgrund der langen Lieferzeiten von sechs bis zwölf Wochen sollten auch neue Möbel schon ein paar Monate vor dem eigentlichen Umzug bestellt werden, damit sie rechtzeitig zur Verfügung stehen. Falls noch Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung anstehen, die mit dem Vermieter vereinbart sind, müssen dafür rechtzeitig entsprechende Handwerker beauftragt werden.

Einen Monat vor dem Umzug kann man damit beginnen, die ersten Habseligkeiten in Umzugskartons zu verstauen. Dafür wird einiges an Kartons und Packmaterial benötigt, das früh genug gesammelt werden sollte. Damit werden alle Sachen verpackt, die bis zum Umzug nicht mehr gebraucht werden, etwa bestimmte Kleidungsstücke, Bücher oder Dekoartikel. Zerbrechliche Gegenstände sollten in Zeitungspapier, Luftpolsterfolie und ähnliches eingewickelt und so verstaut werden, dass sie möglichst wenig Spielraum haben. So sind sie sicher vor Brüchen und anderen Beschädigungen. Erst kurz vor dem Umzug sollten die übrigen Habseligkeiten verstaut werden. Am besten ist es, auf den Kartons zu notieren, was sich darin befindet und in welchen Raum die Kiste in der neuen Wohnung gehört. Das ist eine ungemeine Erleichterung für die Organisation und einen effizienteren Ablauf des Umzugs. Außerdem sorgt dieses System für mehr Ordnung im Umzugschaos, sodass Schränke und Räume nach dem Umzug schneller eingeräumt werden können.

Von Möbeln und Farben – Das neue Zuhause gemütlich machen

Schon vor dem Umzug ist es wichtig, sich Gedanken um die Gestaltung der neuen Wohnung zu machen. Dabei geht es vor allem um den Wohnstil mit den entsprechenden Möbeln und Wandfarben. Denn verschiedene Farben haben unterschiedliche Wirkungen. So lässt sich mit der Farbwahl die Atmosphäre in einem Raum beeinflussen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig zu wissen, in welchem Raum welche Farbe vorherrschen soll. Für Räume wie das Bade- oder Schlafzimmer, die der Ruhe und Entspannung dienen, bietet sich Blau an. Rot dagegen strahlt Gemütlichkeit und Wärme aus, wenn es als Farbakzent eingesetzt wird.

Auch Violett sollte nur sparsam verwendet werden. Zusammen mit anderen Farben, etwa Grau oder Beige, macht Violett einen Raum elegant, edel und geheimnisvoll. Braun und Beige wirken als Wandfarbe beruhigend und wohnlich, sie sorgen für Behaglichkeit und ein Gefühl von Sicherheit. Sie sollten ebenfalls nur in Kombination mit hellen bzw. dunklen Farbakzenten eingesetzt werden, denn ansonsten wirken sie schnell langweilig.

Neben der passenden Farbwahl ist auch der Wohnstil entscheidend. Ob Retro, Vintage, Landhaus-Stil, maritim oder ganz anders – es gibt viele verschiedene Einrichtungsstile. Sie alle zeichnen sich durch bestimmte Materialien, Farben, Formen und Muster aus. Um den passenden Stil zu finden, ist es hilfreich, sich von Möbelkatalogen oder den Darstellungen in Zeitschriften und auf Internetseiten inspirieren zu lassen und sich die verschiedenen Designs in Ruhe anzuschauen. Was gefällt, wird ausgeschnitten oder notiert. Aus dieser Zusammenstellung lässt sich dann der bevorzugte Wohnstil ermitteln. Meist ergibt sich ein Mix aus mehreren Stilen. Mehr als drei sollten es aber nicht sein, weil die Wohnung ansonsten schnell unruhig wirkt statt stilvoll. (exb)