Wie können sich Unternehmen oder Einrichtungen der örtlichen Tourismusbranche besser in der Presse präsentieren? Dazu gab Gregor Wolf vom Nationalpark Bayerischer Wald bei der Brauerei Jakob in Bodenwöhr Tipps. Der Vortrag war Teil des zweiten Netzwerktreffens Tourismus, organisiert vom Regionalmanagement Schwandorf und dem Zweckverband Oberpfälzer Seenland. Öffentlichkeitsarbeit – ein wichtiges Thema, sind sich die Anwesenden einig. „Ich glaube, man muss da viel dazu lernen, vor allem was die neuen Medien betrifft“, erklärt zum Beispiel Jakob Scharf vom Braunkohle- und Heimatmuseum Steinberg am See. „Es ist schon wichtig, dass man gesehen wird“, ist die Meinung von Silke Stein vom Golf- und Landclub Oberpfälzer Wald.
„Nicht schwarzsehen“ in der Tourismusbranche
Die Tourismusbranche hat sich nach den schwierigen Coronajahren wieder erholt. 2024 wurden in Deutschland mehr als 496 Millionen Hotelübernachtungen verzeichnet – ein Rekordwert. In der Tourismusregion Oberpfälzer Wald, die auch das Oberpfälzer Seenland umfasst, war die Bilanz für 2024 zuletzt durchwachsen: Die Anzahl der Gäste war nicht gesunken, aber die Gäste sind im Durchschnitt weniger lang geblieben.
Machen sich die Tourismusbetriebe im Oberpfälzer Seenland Sorgen wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Krisenstimmung in Deutschland? „Man spürt das schon“, ist da die Meinung von Holger Steck vom Birkenhof in Neunburg vorm Wald. „Aber man sollte nicht schwarzsehen. Denn in den Urlaub gehen will jeder.“ Und auch Johannes Lohrer vom Zweckverband Oberpfälzer Seenland ist optimistisch. „Es ist wichtig, dass man sich immer wieder auf Qualität zurückbesinnt und nicht jedem Trend hinterherläuft. Und dann sind wir gut aufgestellt bei uns in der Region, denn wir haben tolle Gastgeber und Erlebnisse zu bieten.“
Das zweite Netzwerktreffen bei der Brauerei Jakob soll nicht das letzte gewesen sein. Die Tourismus-Vertreter im Landkreis Schwandorf wollen sich in Zukunft noch stärker vernetzen und austauschen.
(az)