Fr., 27.02.2026 , 16:37 Uhr

Waidhaus

20 Prozent weniger unerlaubte Einreisen – Söder präsentiert Bilanz der Bayerischen Grenzpolizei

Weniger unerlaubte Einreisen, mehr Abschiebungen. Bayerns Ministerpräsident Söder und Innenminister Herrmann haben heute in Waidhaus die Jahresbilanz der Bayerischen Grenzpolizei vorgestellt – und zeigten sich erfreut.

„Die Grenzpolizei ist damals, als wir sie 2018 auf den Weg gebracht haben, von vielen kritisiert worden. Wir haben jetzt auf lange Sicht Recht bekommen.“ Das war eine der Kernbotschaften von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder heute Mittag in Waidhaus. Am Grenzübergang stellte er gemeinsam mit Innenminister Joachim Herrmann die Bilanz der Bayerischen Grenzpolizei für 2025 vor.

Die Grenzpolizei existiert seit 2018 und soll gegen grenzüberschreitende Kriminalität und illegale Migration vorgehen. Die Bilanz für das vergangene Jahr falle positiv aus, so Herrmann. „Die Zahl der unerlaubten Einreisen ist 2025 erneut um 20% gesunken und innerhalb der letzten zwei Jahre sogar um fast 60% zurückgegangen.“ Das zeige, dass die Kontrollen präventiv wirken, so Herrmann.

Fahndungstreffer gestiegen, Rauschgiftkriminalität gesunken

Während die Zahl der unerlaubten Einreisen abgenommen hat, sind gleichzeitig die Fahndungstreffer gestiegen, also zum Beispiel, wenn ein Haftbefehl gegen Menschen vorlag oder ein Auto zur Fahndung ausgeschrieben war: Rund 20.800 solcher Fahndungstreffer waren es 2025, rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei der Rauschgiftkriminalität verzeichnet die Grenzpolizei sinkende Zahlen: 2025 waren es rund 2.090 Fälle, deutlich weniger als in den beiden Vorjahren. Bei der Waffen- und Sprengstoffkriminalität habe es hingegen rund 15 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr gegeben. Unter anderem deswegen werde die Bayerische Grenzpolizei auch weiterhin personell aufgestockt, so Söder heute.

Die Trendwende ist spürbar“

Grenzschutz ist eigentlich Aufgabe der Bundespolizei. Die Bayerische Grenzpolizei unterstützt sie seit ihrer Gründung bei den Grenzkontrollen und führt eigene Schleierfahndungen durch. Dieses Modell habe sich bewährt, so Söder und Herrmann heute. Die Situation bei der illegalen Migration habe sich deutlich verbessert.

„Die Trendwende ist spürbar. Man kann es so zusammenfassen: Weniger rein, mehr raus.“ Damit meint Söder, dass es weniger Asylanträge gegeben hat und gleichzeitig mehr Abschiebungen und freiwillige Ausreisen. Das seien gute Nachrichten für die Bayerischen Kommunen. „Die Unterbringungssituation hat sich entspannt. Es werden keine Turnhallen mehr als Unterkünfte benötigt.“, so Söder.

Die Botschaft heute in Waidhaus: Wer illegal nach Bayern komme, müsse damit rechnen, schnell erwischt zu werden. Der Freistaat setzt auf die abschreckende Wirkung von intensiveren Kontrollen – und wertete diese Strategie heute auch als Erfolg.

(az)

Bayerische Grenzpolizei CSU Dr. Markus Söder Grenzkontrollen Grenzübergang Waidhaus Innenminister Bayern Joachim Herrmann Ministerpräsident Bayern Oberpfalz Oberpfalz TV OTV

Das könnte Dich auch interessieren

19.01.2026 CSU startet Wahlkampf im Landkreis Neustadt/WN mit Ilse Aigner in Pirk Mit Ilse Aigner als prominenter Rednerin hat die CSU im Landkreis Neustadt an der Waldnaab ihren offiziellen Wahlkampfauftakt gefeiert. Rund 200 Besucher kamen dazu in die Mehrzweckhalle in Pirk. Eingeladen hatte CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger, ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom CSU-Ortsverband mit Bürgermeisterkandidat Michael Meiler. Landtagspräsidentin Aigner stellte in ihrer Rede das Ehrenamt in 26.11.2025 Ein Abend mit Charlotte Knobloch: „Der Hass ist wieder übergekocht“ 6.236 antisemitische Straftaten. Diese Zahl hat die Polizei vergangenes Jahr in Deutschland erfasst. Es ist ein neuer trauriger Rekordwert: in den vergangenen zehn Jahren sind antisemitische Straftaten, darunter auch Gewalttaten gegen Juden, stark angestiegen. Es sind Zahlen, die zeigen, wie wichtig aktuell Engagement für Toleranz ist. Genau darauf wollte die Marktgemeinde Moosbach jetzt mit einem 17.11.2025 „Frieden ist höchstes Gut“ – Gedenken und Mahnung am Volkstrauertag Rund 67 Millionen Menschen haben während der beiden Weltkriege ihr Leben verloren. Eine Zahl, die nur erahnen lässt, wie groß das Leid damals für die Menschen gewesen sein muss. Der Volkstrauertag erinnert jährlich an diese Verstorbenen – und an alle anderen Opfer von Gewalt und Kriegen weltweit. Bei der Gedenkfeier in Grafenwöhr wurde deutlich: Der 07.11.2025 Andreas Meier auf der 1 – CSU Neustadt a. d. Waldnaab stellt Kreistagsliste auf Der CSU Kreisverband Neustadt an der Waldnaab hat seine Kreistagsliste für die bevorstehende Kommunalwahl 2026 aufgestellt. In der Grafenwöhrer Stadthalle wählten die Deligierten wenig überraschend den amtierenden Landrat Andreas Meier auf Platz 1. Auf ihn folgen Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Oetzinger. Rund ein Drittel der insgesamt 60 Listenplätze sind an Frauen gegangen.