Mo., 25.08.2025 , 16:20 Uhr

Weiden

300 Teilnehmer feiern beim ersten Weidener CSD

Christopher Street Day in Weiden – Rund 300 Menschen sind durch die Straßen der Stadt gezogen, um für die Rechte von homosexuellen, transsexuellen oder nichtbinären Menschen zu demonstrieren.

Bunt ging es am Wochenende auf den Straßen Weidens zu: rund 300 Teilnehmer sind nach Polizeiangaben zum ersten Weidener Christopher Street Day gekommen. Mit vielen Regenbogenflaggen und bunten Schildern sind sie vom JUZ durch die Innenstadt bis zum Max-Reger-Park gezogen. Alles, um für die Rechte von queeren Menschen zu demonstrieren – also zum Beispiel schwule, lesbische, transsexuelle, asexuelle oder nichtbinäre Menschen.

„Auch queere Menschen in der Nordoberpfalz“

Hinter der Demonstration stehen der Verein Kunterbunt Amberg und die Menschen vom Linkswerk in Weiden. Es war der erste offizielle Christopher Street Day in Weiden und der Nordoberpfalz. Kunterbunt Amberg will den CSD nun als jährlichen Termin in der Stadt etablieren. „Unsere Schwerpunktforderung heute ist, dass man auch in der Nordoberpfalz queer sein darf. Und wir wollen zeigen, dass es queere Menschen hier in der Nordoberpfalz gibt“, erklärt Phillip Pietsch von Kunterbunt Amberg. Nur wenn queere Menschen auch in der Gesellschaft sichtbar sind und ihre Anliegen gehört werden, seien sie auch wirklich in der Gesellschaft integriert, erklärt Pietsch.

„Queere Rechte in Europa in Gefahr“

Sichtbarkeit ist der queeren Gemeinschaft wichtig – als Schutz. Sie will sich nicht verstecken oder aus der Öffentlichkeit verdrängen lassen. Denn gewisse politische Entwicklungen machen den Organisatoren und Teilnehmern Sorgen, wie beim CSD deutlich wurde. „Wir sehen überall in Europa Rückschritte, was queere Rechte angeht, zum Beispiel in Ungarn“, kritisiert Robyn Arnold vom Linkswerk Weiden. „In Deutschland haben wir PolitikerInnen, die Trans-Menschen auf Listen setzen wollen. Und es ist uns wichtig, das anzusprechen.“, so Arnold weiter.

Mit der Teilnahme am ersten Weidener CSD ist Phillip Pietsch sehr zufrieden. Im Vorfeld hätten viele Organisationen und Parteien Interesse gezeigt. „Es sind viele Stände hier und es hätten noch mehr sein können, wenn uns nicht der Platz ausgegangen wäre.“, so Pietsch. Gute Voraussetzungen also für die CSDs der kommenden Jahre. Die queeren Menschen wollen weiterhin für Toleranz und für ihre Rechte auf die Straße gehen.

(az)

…nimmt am CSD Weiden teil Christopher Street Day CSD Erster CSD Weiden Julia Jürgen Kunterbunt Amberg LGBTQI Linkswerk Weiden Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Phillip Pietsch Queere Menschen Queere Rechte Robyn Arnold Weiden

Das könnte Dich auch interessieren

04.03.2026 Diskussionsabend der Partei „Die Linke“ Diskussionsabend der Partei „die Linke“ in Weiden. Die Bürgermeisterkandidatin der Linken Robyn Arnold, Dr. Didem Aydurmus, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag und Hans Babel vom Bund Naturschutz und dem Bündnis Walderhalt sprachen über die sozial ökologische Zukunft Weidens. Die Linke in Weiden positioniert sich unter anderem weiterhin gegen Weiden West IV. Ein geplantes Gewerbegebiet, dass 04.02.2026 So soll Weiden in Zukunft aussehen: Podiumsdiskussion der OB-Kandidaten SPD – Linke – Grüne – CSU – Bürgerliste – FDP: In dieser Reihenfolge standen sechs Weidener Oberbürgermeisterkandidaten gestern auf der Bühne. Nur die AfD mit ihrem Kandidaten Ferdinand Adam hatte abgesagt. Eingeladen hatte Oberpfalz Medien. Das Ziel: Die Bewerber um den OB-Posten inhaltlich und persönlich alle auf einmal vorstellen. Die Weidener Finanz-Sorgen Im Mittelpunkt 19.03.2026 TenneT - Das Stromnetz der Zukunft Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hatte zur fünften Informationsveranstaltung in das Erdkabelinformationszentrum Weiden eingeladen. Mit einem Legomodell und interaktiven Ausstellungen veranschaulichten die Organisatoren den Teilnehmern das zukünftige Stromnetz der Oberpfalz und die Rolle von TenneT bei der Stromversorgung. In einer abschließenden Fragerunde diskutierten die Besucher mit den Vertretern von Wirtschaft und Industrie Anforderungen für die zukünftige Energieversorgung. 13.03.2026 Gericht im neuen Glanz – das Weidener Landgericht präsentiert sein modernisiertes „Herzstück“ Präsident Josef Weidensteiner nennt den Raum nicht ohne Grund das „Herzstück des Gerichts“. Vieles war in die Jahre gekommen, nun aber präsentiert sich der Saal zeitgemäß, funktional und optisch beeindruckend. Die Modernisierung ist weit mehr als ein Austausch von Möbeln. Besonders die technische Ausstattung wurde auf ein neues Niveau gehoben. Eine fest integrierte Videokonferenzanlage ermöglicht