Do., 04.05.2023 , 16:14 Uhr

Amberg

Abschluss des Wundernetz-Projekts: Menschen mit Behinderung fordern mehr Inklusion

Das Inklusionsprojekt Wundernetz ist beendet – zum Abschluss wollen die Projektmitglieder nochmal einen Appell aussenden: Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung sollen nicht vergessen werden

Bayern werde 2023 komplett barrierefrei sein – das versprach Horst Seehofer vor rund 10 Jahren. Doch Realität ist das leider nicht geworden, das musste selbst das Bayerische Sozialministerium heuer einräumen. Noch immer sind Bahnhöfe, Innenstädte und vor allem die Köpfe der Menschen nicht barrierefrei. Das Amberg-Sulzbacher Inklusionsprojekt Wundernetz hat sieben Jahre lang daran gearbeitet, Barrieren abzubauen. Nun haben die Mitglieder ihr Projekt beendet – aber heimlich, still und leise wollen sie nicht gehen – ganz im Gegenteil.

Denn: Es muss mehr Inklusion und Barrierefreiheit in Amberg und Amberg-Sulzbach geben – auch über das Ende des Inklusionsprojektes Wundernetz hinaus. Seit 2015 haben Menschen mit und ohne Behinderung in dem Projekt Wundernetz gemeinsam daran gearbeitet, ihre Heimat barrierefreier zu machen. Nun haben sie sich zum Abschluss nochmal getroffen – und gemeinsam Briefe mit ihren Forderungen verfasst.
(az)

Antonia Zimmermann Briefe Förderung Hildegard Legat Inklusion Lebenshilfe Amberg-Sulzbach Menschen mit Behinderung Oberpfalz Oberpfalz TV Offene Behindertenarbeit OTV Wundernetz Wundernetz 2 – gemeinsam stärker Wundernetzmagazin

Das könnte Dich auch interessieren

08.05.2026 „Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“ – Protest gegen Kürzung der Eingliederungshilfe Allein zur Arbeit oder zum Einkaufen gehen, einen Freund besuchen oder einem Hobby nachgehen. Für die meisten von uns das normalste der Welt. Für rund 1,2 Millionen Menschen mit einer Behinderung in Bayern sind diese alltäglichen Dinge aber eben nicht selbstverständlich. Für vieles davon brauchen sie Unterstützung. Und genau da, bei Sozialhilfen für Menschen mit 12.01.2026 Ausgelassene Faschingsfete für alle – dritter Inklusionsfasching in der Oberpfalzhalle Die närrische Jahreszeit ist in vollem Gange: Überall laden Prunksitzungen, Faschingsbälle und Kinderfaschingspartys zum ausgelassenen Feiern ein. Für Menschen, die mit einer Behinderung leben oder für Eltern von behinderten Kindern ist es manchmal gar nicht so einfach, da mitzufeiern. Entweder weil Veranstaltungen nicht barrierefrei sind oder weil nicht auf die Bedürfnisse von behinderten Menschen eingegangen 05.11.2025 Gemeinsam stark: Wie die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach Teilhabe und Bildung möglich macht Verena Höflers Tochter Lina besucht die Rupert-Egenberger-Schule in Amberg. Lina hat den seltenen Angelman-Gendefekt, der ihre geistige und motorische Entwicklung stark beeinflusst. An der Schule lernen Kinder wie sie nach dem sogenannten Teacch-Konzept – mit klaren Strukturen, festen Abläufen und gezielter Förderung. Lehrerin Eva Reutner erklärt, dass dieser Rahmen den Kindern Sicherheit und Orientierung gibt. 15.04.2026 Ausgezeichnetes Engagement: Drei Preise für gelebte Inklusion Drei Inklusionspreise sind in Amberg und Amberg-Sulzbach verliehen worden. Oberbürgermeister Michael Cerny, der stellvertretende Landrat Michael Rischke und Georg Dietrich vom Inklusionsbeirat ehrten die Preisträger. Ausgezeichnet wurde die Feuerwehr Kirchenreinbach für ihr Mitglied Simon, der Autist ist, eine Schwerbehinderung hat und als Vertrauensmann eine wichtige Rolle spielt. Ebenfalls prämiert wurde das Musikprojekt der Regenbogengruppe, einer