Sie kommen zwar ursprünglich aus Südamerika, sind aber inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet und beliebt: Alpakas. Mit ihrem freundlichen Gesicht und ihrer beruhigenden Ausstrahlung wickeln
die flauschigen Tiere viele Menschen schnell um den Finger. Seit einigen Monaten sind nun auch in Eschenbach Alpakas zuhause – und kurz nachdem sie im Gehege eingezogen sind, sind aus sechs sogar sieben Tiere geworden.
Live bei der Geburt dabei
Das Alpakababy Schneeflocke ist aktuell der kleine Star in Eschenbach. Es lebt mit seiner Mutter und fünf weiteren Alpakas in einem Gehege am Stadtmauerweg. Als der Kleintierzuchtverein die Herde vor einem halben Jahr angeschafft hat, wussten die Mitglieder nicht, dass ein schwangeres Weibchen dabei ist. Dann kam an einem Dezembermorgen die unverhoffte Überraschung.
Günter Volkmann, der sich um die Alpakas kümmert, bekam einen beunruhigten Anruf seiner Frau, dass etwas im Alpaka-Gehege nicht stimmen könne. Als er wenige Minuten später vor Ort war, konnte er die Geburt des Alpakababys selbst miterleben. „Das kann man gar nicht beschreiben. Für mich war das wie Papa werden!“, erinnert sich Volkmann begeistert.
Seitdem entwickelt sich das Fohlen prächtig. Die Herde ist natürlich süß anzusehen – aber sie soll noch mehr bewirken: Die Kinder aus dem benachbarten Kindergarten kommen regelmäßig vorbei. Heute dürfen sie nicht nur Heu füttern, sondern sie lernen auch richtig viel über die Tiere. Zum Beispiel, dass Alpakas Kauplatten statt Zähne im Oberkiefer haben oder wie man Lamas und Alpakas auseinanderhalten kann.
„Die Kinder kommen aus sich heraus“
Kindern Respekt und den richtigen Umgang mit Tieren vermitteln: Für Werner Kennel vom Kleintierzuchtverein sind solche Aktionen sehr wichtig. Die Arbeit mit Tieren tue Kindern gut, so seine Überzeugung: „Man merkt das, wenn Kinder mit Tieren arbeiten, dann kommen sie aus sich heraus“. Und nicht zuletzt sollen solche Aktionen auch dazu dienen, die Kinder an den Kleintierzuchtverein heranzuführen und vielleicht als Nachwuchs zu begeistern.
Kooperation zwischen Stadt und Verein
Der Verein ist Eigentümer der Alpakas und kümmert sich um die tägliche Pflege der Tiere. Die Gemeinde stellt das Grundstück für das Gehege zur Verfügung. Eine tolle Zusammenarbeit, findet Bürgermeister Marcus Gradl. Er hat auch Ideen für die Zukunft, zum Beispiel, dass der Kindergarten die Fütterung übernimmt und die Kinder dadurch lernen, Verantwortung zu übernehmen.
Alle, die sich jetzt schon ein bisschen in die Alpakas verliebt haben, sollten am Wochenende einschalten: Noch mehr rund um die Eschenbacher Alpakas sehen Sie diesen Samstag um 18:30 Uhr in der Sendung „Tierische Oberpfalz“.
(az)