Mo., 24.10.2022 , 11:39 Uhr

Amberg-Sulzbach

Alpakas als Therapeuten

Spaß für Mensch und Tier bei der Alpaka-Wanderung der Fun Kickers.

Dass Delfine, Hunde oder Pferde zu Therapiezwecken eingesetzt werden können, ist bekannt. Doch auch Alpakas eignen sich dank ihres sanftmütigen Wesens und ihrer beruhigenden Ausstrahlung hervorragend als Begleittiere – auch und gerade für Menschen mit Behinderung. Deshalb entschied sich die Fußballmannschaft der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach e.V., Fun Kickers, in diesem Jahr zu einer Alpaka-Wanderung.

Eine der Teilnehmerinnen war Ulrike Breuer, Mutter von Jonas. Er wird im Dezember 21 Jahre alt und kam mit Down-Syndrom zur Welt. Sie blickt auf den ereignisreichen Tag zurück: „Bei der Ankunft auf dem Hof ‚Alpakazauber am Hütberg‘ von Cornelia Götz wurden ich und die 12 anderen Teilnehmer bereits neugierig von den vier Alpakas beäugt.“ Zuerst gab es viele praktische Tipps im Umgang mit den Tieren:

Dann ging es auch schon los. Im Gänsemarsch hintereinander, immer mit einer Alpaka-Länge Abstand dazwischen. Da Alpakas Herdentiere sind, geschah das auch nach einer gewissen Hierarchie. Das Leittier ging vorneweg und alle anderen sortierten sich dahinter ein – entsprechend ihrer Position in der Herde. Leithengst Wendelin, der die Herde anführte, behielt mit seinen großen Augen alles im Blick und führte seine Herde souverän an – und mit ihr das Team der Fun Kickers. Eineinhalb Stunden dauerte die Wanderung. Der Weg führte am Waldrand entlang und über Wiesen. Hier durften die Alpakas auch immer wieder Fresspausen einlegen – schließlich sollte der Spaß auch für sie nicht zu kurz kommen.

„Anfänglich hatten unsere Jungs etwas Schwierigkeiten, dass ihnen die Tiere gehorchen, doch dann lief es ganz gut“, erinnert sich die 52-Jährige. Zurück auf dem Hofgelände, ließen die Fun Kickers den Tag gemütlich ausklingen und belohnten ihre neuen Fell-Freunde mit einer Extra-Portion Karotten. Die Begegnung mit den Alpakas inmitten der Natur war dabei geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, hat geholfen, Hemmschwellen abzubauen und das Bewusstsein für Natur und Tier gestärkt. „Der Ausflug hat uns alle noch näher zusammengebracht“, fasst Ulrike Breuer dieses besondere Erlebnis zusammen, bei dem neben dem Spaß-Faktor vor allem der Teamgeist gestärkt wurde.

(Bildquelle: Ulrike Breuer)

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