Do., 22.10.2020 , 11:52 Uhr

Amber-Sulzbach: Diskussionsrunde zur Bahnstromtrasse

Weiter konstruktiv nach einer Lösung suchen – dieses Ziel hat Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz gesetzt. Daher lud er nun zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde ins Maximilianeum nach München ein.

„Wir sind klar gegen eine Stromtrasse durch Amberg-Sulzbach, die ausschließlich als Sicherheitsreserve für andere Strecken außerhalb unserer Region dient, zumal, wenn es Alternativen gibt“, unterstrich Schwartz direkt zu Beginn der Veranstaltung.

Gutachten wird erstellt
An der Gesprächsrunde nahmen auch Robert Veitenhansl vom Bayerischen Bauministerium sowie Dr. Stephan Albert vom Bayerischen Wirtschaftsministerium teil. „Wir unterstützen die Anliegen der Bevölkerung in Amberg-Sulzbach, eine nachvollziehbare Planung und fundierte Begründungen zu erhalten. Dazu steht das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft in engem Kontakt mit den diversen Stellen der Deutschen Bahn. Dabei werden auch alternative Möglichkeiten zu der bisher diskutierten thematisiert“, berichtete Albert zu der derzeitigen Situation.

Alternativen machbar
Der Etzelwanger Gemeinderat und Elektroingenieur Gerhard Pirner konnte darstellen, dass es andere Möglichkeiten der Stromversorgung gebe. „Anstatt das Bahnstromnetz neu zu bauen, könnte stattdessen über eine dezentrale Einspeisung aus dem öffentlichen Stromnetz über Umrichterwerke nachgedacht werden. Dies wird bereits bei anderen Bahnlinien so umgesetzt“, so Pirner.

Art und Weise des Vorgehens abgelehnt
Illschwangs Bürgermeister Dieter Dehling unterstrich, dass man nicht gegen die Elektrifizierung der Bahnanbindung sei. „Niemand ist grundsätzlich gegen die Elektrifizierung. Aber die Art und Weise der Planung durch die Bahn lehnen wir ab.“

Weitere Koordinierung über Schwartz
Um weiterhin im Gespräch zu bleiben und im Sinne einer guten Lösung Einfluss auf das Gutachten und die weitere Position der Bahn zu nehmen, vereinbarten die anwesenden Mandatsträger in engem Kontakt zu bleiben. Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz wird dabei den Informationsfluss und den Austausch über sein Büro gewährleisten.

(Bildquelle: Patrick Fröhlich)

(vl)

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