Di., 19.02.2019 , 14:20 Uhr

Amberg: 29-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

Drei Jahre sechs Monate und eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt – so lautet das Urteil am Landgericht Amberg im Falle einer 29-jährigen Frau. Diese hatte 2017 in zwei Fällen ihren Freund und jetzigen Verlobten mit einem Messer verletzt und in einem weiteren Fall drei Polizeibeamte getreten und beleidigt.

Mit dem Urteil habe die junge Frau die Möglichkeit, sich dem Alkohol zu entziehen und ihr Leben in den Griff zu bekommen, hieß es bei Gericht. Das habe sie fest vor, sagt die Angeklagte im sogenannten „letzten Wort des Angeklagten“.

Das Gericht ging in ihrem Fall nicht von einem versuchten Totschlag aus, auch wenn die Verletzungen durch das Messer im Brustbereich waren. Laut Gutachter waren es eher Schnitt- und nicht Stichverletzungen. Die Frau habe zudem im Affekt gehandelt, und zwar unter erheblichem Alkoholeinfluss.

Laut Landgerichtssprecher Uli Hübner könnte nach zwei Jahren erfolgreicher Entziehungskur die Reststrafe auf Bewährung ausgesetzt werden, sodass die Frau dann keine Haft antreten müsste.

Von Seiten der Verteidigung zeigte man sich mit dem Urteil zufrieden. Verteidigerin Selina Moser will mit ihrer Mandantin keine Rechtsmittel einlegen, sodass das Urteil bereits heute rechtskräftig wurde. (tb)

 

Amberg gefährliche Körperverletzung Gericht Justiz Kriminalität Landgericht Landgericht Amberg Obdachlosenheim Amberg Oberpfalz Oberpfalz TV Opfer OTV Plädoyers Selina Moser STichwunde Tat

Das könnte Dich auch interessieren

03.02.2026 Sexueller Missbrauch: Urteil am Landgericht Amberg erwartet Der Angeklagte hat jedoch weder Kinder noch eine Tochter. Doch auch ein fiktives Mädchen im Internet zum Geschlechtsverkehr anzubieten, hat eine strafrechtliche Relevanz. Verteidigt wurde der Angeklagte von Prof. Dr. Jan Bockemühl, der gegenüber OTV äußerte, dass er den Fall als rechtlich problematisch einstuft. Per Gesetz wird die sexuelle Selbstbestimmung eines Menschen geschützt. Die sexuelle 23.02.2026 Beweisaufnahme im Amberger Bandenprozess Am zweiten Tag im Bandenprozess vor dem Landgericht Amberg ist heute die Beweisaufnahme eröffnet worden. Durch Mitschnitte von Abhöraktionen und Zeugenvernahmen soll in den kommenden Wochen und Monaten herausgefunden werden, ob die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zutreffen. Die Staatsanwälte Silvia Schatz und Philipp Roggenhofer werfen fünf Männern aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf vor, eine kriminelle 20.02.2026 Spektakulärer Bandenprozess Unter schweren Sicherheitsvorkehrungen ist heute in Amberg der Prozess gegen eine mutmaßliche Waffen- und Drogenbande eröffnet worden. Angeklagt sind fünf Männer im Alter zwischen 39 und 48 Jahren, die sich zu einer kriminellen Vereinigung zusammengeschlossen haben, um an Geld zu kommen. Sie sollen mit Drogen und Kriegs-Waffen gehandelt haben und durch Raub, Einbruch und Diebstahl 03.02.2026 Stadtrat Amberg: Neues Sicherheitskonzept, Wahl-O-Mat-Debatte und Bau-Bilanz Amberg ist eine sichere Stadt. Das gilt im bayernweiten Vergleich, auch gegenüber ähnlich großen Städten. Jährlich veröffentlicht die Polizei einen Sicherheitsbericht, der zeigt: 2023 lag die Gewaltkriminalität auf einem der niedrigsten Werte seit Langem. 2024 sind die Zahlen allerdings wieder stark angestiegen. Unabhängig von der Statistik klafft zwischen objektiver Sicherheitslage und dem subjektiven Sicherheitsgefühl vieler