Di., 25.09.2018 , 09:47 Uhr

Amberg: Stadtrat beschließt mehrheitlich Bebauungsplan für Bürgerspitalareal

Mit neun Gegenstimmen wurde gestern Abend mehrheitlich in der Stadtratssitzung der Bebauungsplan für das Bürgerspitalareal in Amberg beschlossen.

 

Von einer unwiderruflichen Schädigung der Altstadt sogar von einem „Denkmal der Stadtbeschädigung“ spricht Stadtplaner Prof. Dr. Rolf Monheim. Es geht um den Bebauungsplan des Bürgerspitalareals in Amberg. Mit einem offenen Brief hat er sich an den Amberger Stadtrat gewandt. Zuvor hatte ihn die IG Menschengerechte Stadt zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Bürgerspitalareal mit dem Titel „‘S pressiert“ eingeladen.

 

Und die IG Menschengerechte Stadt gibt nicht auf. So hat die Interessensgemeinschaft einen Flashmob auf dem Marktplatz organisiert. Es scheint als ob hier noch einmal alle Kräfte mobilisiert worden sind, um die Abstimmung des Stadtrates abzuwenden. Denn der hat gestern Abend eine halbe Stunde später in seiner Sitzung über den Bebauungsplan für das Bürgerspitalareal abgestimmt. Doch der Abstimmung vorangegangen war eine Diskussion, die mehr als eine Stunde andauerte. Mit neun Gegenstimmen stimmte der Stadtrat dann mehrheitlich für den Bebauungsplan.

 

Bereits in der Podiumsdiskussion hat die IG Menschengerechte Stadt angekündigt: Zu spät ist es definitiv nicht und beschließt der Amberger Stadtrat den Bebauungsplan für das Bürgerspitalareal mehrheitlich, droht die IG mit einer Normenkontrollklage.

Seit Jahren sorgt dieses Thema jetzt schon für regen Diskussionsstoff. Nicht nur im Stadtrat, sondern auch unter den Bürgern. Noch nie habe es ein Verfahren mit so hoher Bürgerbeteiligung gegeben, erwähnte Oberbürgermeister Michael Cerny bei der letzten Bauausschusssitzung. Dort hat der Bauausschuss mehrheitlich mit 8:2 Stimmen die Empfehlung an den Amberger Stadtrat gegeben, dem Bebauungsplan für das Bürgerspitalareal zuzustimmen. Der sieht laut Beschlussvorlage das Einfahrtsbauwerk der Tiefgarage in der Bahnhofstraße vor sowie die Tiefgaragenausfahrt in die Ziegelgasse.

 

Die baurechtlichen Voraussetzungen sind mit der Abstimmung geschaffen. Jetzt liegt es am Investor einen Bauantrag zu stellen. Zu dem hat er sich im Rahmen des Wettbewerbs verpflichtet, so Oberbürgermeister Michael Cerny.

(sd)

 

 

Amberg Bebauungsplan Birgit Fruth Buergerspitalareal Abstimmung Stadtrat CSU-Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann Flashmob IG Menschengerechte Stadt Michael Cerny Oberbürgermeister Amberg Oberpfalz OberpfalzTV OTV Sandra Dietl SPD-Fraktionsvorsitzende Stadtrat Amberg Stadtratssitzung Amberg Tiefgarage

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2025 Erste Sparmaßnahmen im Amberger Haushalt 2026 beschlossen Es wird enger im Geldbeutel der Stadt Amberg: In der jüngsten Stadtratssitzung wurden die Eckdaten für den Haushalt 2026 vorgestellt – verbunden mit ersten konkreten Sparmaßnahmen. Kürzungen bei Fachaufgaben und Überträgen Bei den sogenannten Fachaufgaben – also den Budgets der einzelnen Ämter für Leistungen wie Bauprojekte, Kulturarbeit oder Umweltmaßnahmen – sind einmalige Kürzungen geplant. Die 27.03.2025 Amberg soll wachsen: Neuer Wohnraum geplant – Entscheidung steht aus Zwischen Ammerthaler Weg und Fuggerstraße in Amberg könnten 130 Wohneinheiten entstehen. Dazu sind 125 Tiefgaragen- und 35 offene Stellplätze vorgesehen. Die Hauptzufahrt soll über die Fuggerstraße, die Abfahrt über den Ammerthaler Weg erfolgen. Bedenken wegen Verkehr und Infrastruktur Einige Anwohner nahmen an der Bauausschusssitzung teil, um sich zu informieren. Die Anwohner kritisieren das Vorhaben. Auch 03.02.2026 Stadtrat Amberg: Neues Sicherheitskonzept, Wahl-O-Mat-Debatte und Bau-Bilanz Amberg ist eine sichere Stadt. Das gilt im bayernweiten Vergleich, auch gegenüber ähnlich großen Städten. Jährlich veröffentlicht die Polizei einen Sicherheitsbericht, der zeigt: 2023 lag die Gewaltkriminalität auf einem der niedrigsten Werte seit Langem. 2024 sind die Zahlen allerdings wieder stark angestiegen. Unabhängig von der Statistik klafft zwischen objektiver Sicherheitslage und dem subjektiven Sicherheitsgefühl vieler 30.12.2025 Jahresprogramm für die Alte Feuerwache vorgestellt Oberbürgermeister Michael Cerny, Kulturreferent Dr. Fabian Kern und die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Julia Riß, haben nun das Jahresprogramm 2026 der Stadtgalerie Alte Feuerwache vorgestellt. So wird beispielsweise die Künstlerin Hanna Regina Uber zusammen mit Künstlerin Belle Shafir Ende Januar das „Ariadne-Projekt“ in der Stadtgalerie ausstellen. (km/Kamera: Alfred Brönner)