Fr., 08.01.2021 , 11:58 Uhr

Amberg: Urteil im Vergewaltigungsprozess gefallen

10 Jahre – so lautet das Urteil gegen einen jungen Mann aus Mali, der am 13. Mai vergangenen Jahres eine Frau in Maxhütte-Haidhof brutal vergewaltigt hat. Er hatte sie mit dem Messer bedroht und gesagt, er werde sie abstechen wie ein Schwein, wenn sie nicht ruhig sei und nicht mache, was er wolle.

Mit den 10 Jahren wurde vom Gericht die Forderung der Staatsanwaltschaft bestätigt, die ebenfalls 10 Jahre forderte. Für Verteidiger Andreas Lösche ist das Urteil zu hart. In seinem Plädoyer forderte er ein mildes Urteil und hoffte, dass das Urteil im Bereich von 5 Jahren liegt. Am unteren Ende des Strafrahmens von 5 bis 15 Jahren sollte das Urteil liegen, sagte er gestern gegenüber OTV. Lösche will deshalb in Revision gehen.

Erwin Hubert, der Vertreter der Nebenklage, sagte in seinem Plädoyer, dass er heftig daran interessiert sei, dass der Angeklagte hart bestraft wird. Er zeigte sich nach dem Urteil zufrieden. Auch sein Adhäsionsantrag wurde im Urteil positiv beschieden. Der Angeklagte muss, sollte er in den kommenden 30 Jahren zu Geld kommen, 25.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen.

(tb)

10 Jahre Amberg Andreas Lösche Erwin Hubert Justiz Kriminalität Landgericht Landgericht Amberg Maxhütte-Haidhof Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Prozess Urteil Vergewaltigung Vergewaltigungsprozess

Das könnte Dich auch interessieren

03.02.2026 Sexueller Missbrauch: Urteil am Landgericht Amberg erwartet Der Angeklagte hat jedoch weder Kinder noch eine Tochter. Doch auch ein fiktives Mädchen im Internet zum Geschlechtsverkehr anzubieten, hat eine strafrechtliche Relevanz. Verteidigt wurde der Angeklagte von Prof. Dr. Jan Bockemühl, der gegenüber OTV äußerte, dass er den Fall als rechtlich problematisch einstuft. Per Gesetz wird die sexuelle Selbstbestimmung eines Menschen geschützt. Die sexuelle 25.06.2026 Urteile im Bandenprozess am Amberger Landgericht gesprochen Vier Monate lang hat das Amberger Landgericht ein Mammutprozess beschäftigt: Auf der Anklagebank saßen fünf Männer aus dem Amberger und Schwandorfer Raum, die in einer kriminellen Bande gewesen und mit Waffen und Drogen gehandelt haben sollen. In den Plädoyers hatte die Staatsanwaltschaft für die fünf Angeklagten zwischen siebeneinhalb und zwölfeinhalb Jahren Haft gefordert. Nun sind 10.06.2026 Landgericht Amberg: Bandenprozess auf der Zielgeraden Bald 4 Monate nach Prozessbeginn ist beim Bandenprozess in Amberg das Ende in Sicht. In der kommenden Woche könnte es die Plädoyers geben und am 23. oder 25. Juni die Urteile. So zumindest die ersten vorsichtigen Planungen des Mammutprozesses mit 5 Angeklagten. Die 5 Angeklagten sollen als Bande mit Drogen gehandelt haben. Ihnen wird auch 23.02.2026 Beweisaufnahme im Amberger Bandenprozess Am zweiten Tag im Bandenprozess vor dem Landgericht Amberg ist heute die Beweisaufnahme eröffnet worden. Durch Mitschnitte von Abhöraktionen und Zeugenvernahmen soll in den kommenden Wochen und Monaten herausgefunden werden, ob die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zutreffen. Die Staatsanwälte Silvia Schatz und Philipp Roggenhofer werfen fünf Männern aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf vor, eine kriminelle