Mi., 11.03.2020 , 13:46 Uhr

Amberg/ Tirschenreuth: Wirtschaft spürt Auswirkungen des Coronavirus

Abgesagte Veranstaltungen, Umsatzeinbußen, Stornierungen – die Wirtschaft in der Region spürt die Auswirkungen des Coronavirus momentan deutlich. Im Hotel Brunner in Amberg zum Beispiel hat es vor etwa zwei Wochen angefangen. Viele Reservierungsstornierungen und deutliche Umsatzeinbußen musste Geschäftsführer Konstantin Schatz verzeichnen. Man merke auch, wie sich die Absage von Messen, unter anderem auch in Nürnberg, auf die Gästezahlen auswirke.

Bereits bevor gestern der Beschluss aus dem Ministerrat kam, Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern in Bayern vorübergehend zu verbieten, erschütterte am vergangenen Freitag eine Absage die Region: Die Baumesse im ACC fällt aus. Veranstalter Thomas Resch erfährt um 15:31 Uhr von der Absage. Zu einem Zeitpunkt, an dem viele Aussteller bereits mit dem Aufbau begonnen hatten. Der wirtschaftliche und der Imageschaden seien bisher noch nicht zu beziffern, so Thomas Resch. Ziel sei es nun, möglichst schnell einen neuen Termin festzumachen. Dafür sei bereits für morgen ein Termin mit Oberbürgermeister Michael Cerny und Landrat Richard Reisinger geplant.

Auch im Stadttheater Amberg sowie an der OTH werden die Säle wohl erst einmal ungefüllt bleiben. Viele Vorführungen werden ausfallen, der Semesterstart wurde nach hinten verschoben. An der OTH begrüße man diese Vorsichtsmaßnahme, so Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Andrea Klug in einer Pressemitteilung. Aktuell arbeite man daran, die Lehrveranstaltungen so zu legen, dass die Studierenden alle ihre Studienleistungen für das kommende Semester erbringen können.

Auch im Landkreis Tirschenreuth ist gestern der Coronavirus angekommen. Ein erster Fall wurde gestern vermeldet, zwei weitere Erkrankte aus dem Landkreis am heutigen Nachmittag. Der erste Erkrankte, ein 83-Jähriger Mann, wird aktuell am Tirschenreuther Krankenhaus betreut. Die Suche nach möglichen Kontaktpersonen ist bereits angelaufen. Momentan könne man noch nicht nachvollziehen, wie der 83-Jährige sich den Virus eingefangen hat.

Im Alten Feuerwehrhaus der Stadt hat das BRK ein Zentrum eingerichtet, in der alle Kontaktpersonen auf den Virus getestet werden sollen. Auch im Landratsamt hätte man sich auf die Herausforderungen des Virus eingestellt: Bereits Anfang März sei dort eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden. Diese trifft sich regelmäßig in sehr kurzen Abständen, um neue Daten und neue Meldungen zu besprechen.

(az)

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