Bei einer Sache waren sich alle Anwesenden heute Vormittag in Amberg einig: Künstliche Intelligenz ist das große Thema der nächsten Jahre. Fabian Schünke hat das erkannt und setzt nicht nur in seiner Funktion als Geschäftsführer von Herding Filtertechnik auf KI. „Mein Vater war früher in der IT, mit KI macht er heute aber gar nichts. Der ist jetzt schon abgehängt“, erklärt Schünke. Genau da setzt seine Idee an. Zusammen mit der Wirtschaftsförderung Amberg arbeitet er am Projekt „Denkwerkstatt Primatenbox – KI verstehen & anwenden“. Dabei geht es darum, Menschen einen möglichst niederschwelligen Zugang zum Thema KI zu ermöglichen und ihnen so Schritt für Schritt zu zeigen: Was ist KI, wie kann ich sie anwenden und davon profitieren? Mittels einer Lernbox soll das über eine Kombination aus analogen und digitalen Hilfsmitteln erfolgen.
Investition in die Zukunft
Auf die ersten Prototypen habe es durchweg sehr positive Resonanz gegeben. Um das Projekt jetzt auf die nächste Stufe zu heben braucht es Geld. Geld das auch vom Freistaat kommt. Über den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Amberg Karlheinz Brandelik kam der Kontakt zum Freie Wähler Landtagsabgeordneten Bernhard Heinisch zustande. In Zusammenarbeit mit CSU-Landtagsabgeordneten Harald Schwartz konnten 50.000€ aus dem Topf der Koalitionsinitiative gesichert werden. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt sprach heute von einem Leuchtturmprojket für ganz Bayern. „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Entscheidend ist, dass wir dieses Wissen nicht nur in Forschungseinrichtungen belassen, sondern für Unternehmen, Gründerinnen und Gründer sowie die Menschen vor Ort greifbar machen. Genau diesen praxisnahen Ansatz verfolgt die Denkwerkstatt in Amberg – und deshalb unterstützen wir dieses Projekt sehr gerne.“, so Gotthardt. „Künstliche Intelligenz wird die Wirtschaft nachhaltig verändern. Umso wichtiger ist es, dass wir Unternehmen und Gründer frühzeitig dabei unterstützen, die Chancen dieser Technologie zu erkennen und verantwortungsvoll zu nutzen. Mit der Förderung der Denkwerkstatt schaffen wir ein praxisnahes Angebot, das Wissen vermittelt und Innovationen direkt vor Ort ermöglicht“, betonte MdL Bernhard Heinisch. Sein CSU-Kollege Harald Schwartz sah das ähnlich: „Alle Welt spricht über KI. Es sind große Hoffnungen damit verbunden. Es geht jetzt darum, die aktuell bestehenden Chancen für unsere Region zu nutzen“.
Durch die Finanzierung seien die Rahmenbedingungen gesteckt, jetzt gehe es an die Produktion und Umsetzung so Schünke.
(ac)