Do., 05.03.2026 , 17:58 Uhr

Amberg

Amberger startet Crowdfunding für behindertengerechtes Auto

Nach einem Arbeitsunfall und einem Sturz in therapeutischer Behandlung sitzt Markus Reichenbacher im Rollstuhl. Nun versucht er über ein Crowdfunding ein behindertengerechtes Auto zu finanzieren, um wieder etwas mehr Lebensqualität zu erhalten.

Ein behindertengerechtes Auto. Dafür kämpft Markus Reichenberger aus Amberg. Nach einem Arbeitsunfall im Jahr 2013 erkrankte er an seinem rechten Arm an CRPS, dem Komplexen Regionalen Schmerzsyndrom. Eine Schmerzerkrankung, die vor allem nach Knochenbrüchen auftreten kann, deren Ursache aber noch nicht vollständig geklärt ist. Nach einem Haushaltsunfall und einem Sturz in therapeutischer Behandlung ist das CRPS dann auch auf den linken Fuß übergegangen.

Seitdem sitzt Markus Reichenberger im Rollstuhl. Nachdem er seinen Beruf als Maschinenbediener nicht weiter fortsetzen konnte, erhält er seit 2017 Frührente. Für mehr Mobilität und Freiheit, aber auch um wichtige Termine, wie beispielsweise seine Therapie oder Besuche bei seiner Schmerzärztin, wahrnehmen zu können, wünscht Reichenberger sich nun ein behindertengerechtes Auto.

Seine Versicherung, die BKK firmus, teilt in einem schriftlichen Statement mit, dass ein behindertengerechtes Auto nicht Bestandteil des Hilfsmittelkatalogs sei und deshalb nicht von der BKK firmus finanziert beziehungsweise gefördert werden könne. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall wollte nach OTV-Anfrage auf Basis des dargestellten Sachverhalts keine vailde und pauschal gültige Aussage zu komplexen Kausalzusammenhängen zwischen einem Arbeitsunfall, später auftretenden Gesundheitsschäden und Leistungsansprüchen gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung machen.

Seinen Ford könne Reichenberger nicht komplett behindertengerecht umbauen, wie er meint. Dazu fehle der Stauraum für den Rollstuhl samt Hebebühne, die ihn im Fahrzeug verstaut. Daher wolle er den Ford verkaufen und rechne mit einem Erlös von 7.000 bis 8.000 Euro. Das sei aber längst nicht genug, um ein neues behindertengerechtes Fahrzeug im Wert von insgesamt rund 61.000 Euro finanzieren zu können. Daher setzt Markus Reichenberger nun auf Crowdfunding.

Auf der Internetseite gofundme sammelt er Geld, um sich seinen Wunsch nach mehr Flexibilität und Freiheit erfüllen zu können. Bislang sind rund 2.000 Euro zusammengekommen. Bis zum Spendenziel ist es aber noch ein weiter Weg. Wenn Sie Markus Reichenberger unterstützen möchten, können Sie das hier (https://gofund.me/dcc7969c3) tun.

(km)

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