Mo., 06.07.2026 , 13:41 Uhr

Amberg

Amberger Symposium zur Religionsfreiheit

Welche Rolle spielt Religion heute in der Gesellschaft und in einer Demokratie? Hochkarätige Vertreter aus Politik, der Rechtsprechung und verschiedener Religionsgemeinschaften haben das bei einem Symposium in Amberg diskutiert.

Wie weit darf Religion im öffentlichen Raum gehen? Braucht eine Demokratie Religion und darf der Staat Religionsausübung einschränken, oder muss sie besser schützen? Diesen Fragen ist ein hochkarätig besetztes Symposium im Amberger Rathaus nachgegangen. Organisiert hatte den Gedankenaustausch die Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach.

Wo sind die Grenzen der Religionsausübung? Welches Selbstbestimmungsrecht haben Religionsgemeinschaften und welchen Nutzen kann der Staat aus Religionsfreiheit ziehen. Das waren nur einige der Fragen, zu denen die hochkarätigen Referenten Stellung nahmen.

Eine Demokratie müsse auch ihre verschiedenen Religionen und deren Ausübung schützen, so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in seiner Rede.

Gerade in Zeiten von wiederaufkeimendem Antisemitismus und Angriffen auf religiöse Minderheiten müssten solche Diskussionen über Religionsfreiheit wie jetzt in Amberg geführt werden. Niemand dürfe sich wegen seines Glaubens verstecken müssen, so Bundestagsvizepräsident a.D. Johannes Singhammer.

In einer Demokratie muss jeder Mensch das Recht auf religiöse Selbstbestimmung haben – diese Meinung vertritt auch Dr. Elgis Levits, ehemaliger Staatspräsident von Lettland und früherer Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Ein Staat müsse pfleglich mit seinen Religionsgemeinschaften umgehen.

Mehr Verständnis schaffen und den Dialog vertiefen zwischen Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft – Das Amberger Symposium zur Freiheit der Religionsausübung hat dazu einen Beitrag geleistet.

(db)

Amberg Amberger Symposium Demokratie Elgis Levits Erwachsenenbildung Fickentscher Glaube Joachim Hermann Johannes Singhammer. Lettland Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Rechtsstaat Referenten Religion Religionsfreiheit

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2026 Ex-Staatspräsident und Nobelpreisträger – am 05. Juli beim Amberger Symposium Bei einer Pressekonferenz wurde das diesjährige Thema des „Amberger Symposiums“ vorgestellt: Religion im öffentlichen Raum. Am 5. Juli diskutieren internationale Spitzenvertreter wie zum Beispiel Lettlands-Ex-Staatspräsident Egils Levits über die Rolle von Religion in der Demokratie. Laut Initiator Toni Fickentscher reisen alle Redner ohne Honorar an. Eröffnet wird das Symposium von Bayerns Innenminister Joachim Hermann. Die 28.10.2025 Nacht der offenen Gotteshäuser: Eine Chance zum Kennenlernen Vorurteile abbauen und einander kennenlernen: das war das große Ziel der Nacht der offenen Gotteshäuser in Amberg. Zehn religiöse Gemeinschaften öffneten ihre Türen und luden Interessierte dazu ein, Einblicke in ihre Rituale, Räume und Traditionen zu gewinnen. Ob Synagoge, Moschee oder Kirche – überall waren an diesem Abend Menschen bereit, den Gästen ihre Glaubensrichtung vorzustellen. 06.07.2026 Volksbank Raiffeisenbank Amberg-Sulzbach zieht positive Bilanz für 2025 Die Volksbank Raiffeisenbank Amberg-Sulzbach hat bei ihrer Vertreterversammlung im Amberger Congress Centrum positive Bilanz über das Geschäftsjahr 2025 gezogen. Die Bilanzsumme stieg im vergangenen Jahr um mehr als 3 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro. Weiter überschritt das Kreditvolumen erstmals die Eine-Milliarde-Euro-Marke und die Kundeneinlagen wuchsen auf knapp 1,3 Milliarden Euro an. Die ausscheidenden Aufsichtsräte 06.07.2026 Diskussion am Mariahilfberg: „Wie abhängig ist der Bauer heute?“ Zu einer Diskussion zum Thema „Wie abhängig ist der Bauer heute“ hat das Regensburger Bistumsblatt zusammen mit der katholischen Landvolkbewegung auf den Amberger Mariahilfberg geladen. In den Räumen des Klosters diskutierten Landwirte, Vertreter des Bauernverbandes und der Diözese Regensburg über die Auswirkungen von internationalen Krisenherden auf Landwirte in der Oberpfalz. Wichtig sei vor allem ein