Mi., 13.09.2023 , 15:46 Uhr

Tirschenreuth

Anton Hofreiter zu Besuch bei Krisch Energietechnik

Grünen Abgeordneter Anton Hofreiter zu Besuch bei der Firma Krisch Energietechnik in Tirschenreuth. Welche Probleme ergeben sich direkt vor Ort in Bezug auf die Energiewende?

Seit mehr als 40 Jahren werden bei Krisch Energietechnik in Tirschenreuth Photovoltaikanalgen gebaut. Die Nachfrage ist groß, erzählt Geschäftsführer Tobias Leiß, und sie wächst weiter. Volle Auftragsbücher sind zwar gut, doch die Firma kommt nicht hinterher. Bereits auf zwölf Monate sind sie ausgebucht und nehmen auch keine weiteren Aufträge an. Sie könnten viel mehr machen, doch es fehlen die Fachkräfte und da kommen auch keine nach. Einen Azubi habe man, der sei auch bald ausgelernt, aber für mehr ist die Konkurrenz der Großen Unternehmen einfach zu groß. In einigen Jahren wird es noch schlimmer aussehen, denn viele ältere Mitarbeiter werden in Rente gehen.

Für die Grünen ist dieses Thema keine Überraschung. Zu Besuch sind Anna Schwamberger, Landtagsabgeordnete, und die Bundestagsabgeordneten Tina Winklmann und Anton Hofreiter. Überall in Süddeutschland werde der Fachkräftemangel beklagt, so Hofreiter. Rechte Parteien, die Einwanderer aus dem Land raus haben wollen würde die Situation nur verschlimmern und damit den Wohlstand gefährden, erklärt er weiter.

Weniger Mitarbeiter in Zukunft bedeuten für Tobias Leiß noch weniger Aufträge. Das bedeutet nicht nur weniger gebaute Photovoltaikanlagen und damit weniger Energiewende für alle, sondern auch für die Firma kann das zum Problem werden. Anna Schwamberger, Landtagsabgeordnete für die Grünen, sieht an dieser Stelle die Politik in der Verantwortung, denn die mittelständischen Unternehmen seinen viel zu selten im Fokus gestanden. Dabei seien es auch gerade diese Firmen, die die Wirtschaft tragen.

Bei dem Besuch äußern die Menschen auch andere Sorgen. Vielen macht das Erstarken der AfD Angst. Mehr Dagegenhalten wünscht man sich hier von den Grünen. Doch einfach Parolen gegen Parolen schreien, davon halten die Beteiligten nichts. Inhalte und Aufklärung müssen die Antwort sein.

Klare Antworten erhofft sich Krisch Energietechnik auch in Bezug auf diese Ladesäule, die das Unternehmen im vergangenen Jahr mit 40.000€ Förderung vom Bund gebaut hat. Die muss insgesamt sechs Jahre lang auf 100 kW laufen, auch wenn sie leicht auf 300 kW aufgerüstet werden könnte. Das ist die Bedingung für die Zuschüsse, die sonst zurückgezahlt werden müssten. Und das Ganze obwohl es inzwischen ein Förderprogramm gibt, dass 300 kW Ladestationen bezuschusst. Verstehen kann das hier auch von den Politikern aus Berlin keiner, sie versprechen aber dort nachzufragen.

(pg)

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