Fr., 03.02.2023 , 12:51 Uhr

Amberg

Förderbescheide für Ausbau von Pflege-Ausbildungsverbünden

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek will den Auf- und Ausbau von Ausbildungsverbünden in der generalistischen Pflegeausbildung weiter voranbringen.

Anlässlich der Förderbescheidübergabe in Amberg betonte der Minister am Freitag: „Der Pflegeberuf muss attraktiver werden, damit sich mehr junge Menschen für diesen erfüllenden und komplexen Gesundheitsfachberuf entscheiden. Dazu gehört eine generalistische Ausbildung, die auf die veränderten Strukturen und erhöhten Anforderungen in der Pflege angepasst ist. Durch die neue Ausbildung stehen den Absolventen alle drei Fachgebiete der Pflege offen. Die in Bayern an rund 20 Pflegeschulen erprobten generalistischen Schulversuche belegen, dass die generalistische Pflegeausbildung einen wichtigen Beitrag leisten kann, die Pflege zu reformieren. Ihre Absolventinnen und Absolventen bewähren sich bereits auf dem Arbeitsmarkt.“

Holetschek ergänzte: „Damit die generalistische Pflegeausbildung nachhaltig zum Erfolg wird, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Hierzu müssen alle Akteure umdenken, um die neue Pflegeausbildung und ihre reformierten Strukturen mit erweiterten Inhalten gut umsetzen zu können. So brauchen wir beispielsweise mehr Kapazitäten für Praxiseinsätze von Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung. Das gelingt uns nur, wenn alle Pflegeschulen und Träger der Kinderkranken-, Alten- und der Krankenpflege auf regionaler Ebene eng zusammenarbeiten – als Ausbildungsverbünde. Ich freue mich sehr, dass ich heute insgesamt 25 Förderbescheide zum Ausbau bzw. zur Neugründung von Ausbildungsverbünden überreichen kann.“

Diese enge Zusammenarbeit bringt viele Vorteile mit sich: Man kann die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen, personelle und fachliche Ressourcen bündeln, voneinander lernen und sich gegenseitig motivieren. Wir unterstützen die Bildung und den Ausbau von Ausbildungsverbünden finanziell und helfen auch Hochschulen bei der Etablierung dieser Zusammenarbeit.

Klaus Holetschek, Gesundheitsminister Bayern

Die Zusammenschlüsse sollen örtlich, aber auch überregional, sektoren- und trägerübergreifend gegründet werden. Für den aktuellen Förderzeitraum lagen dem Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) insgesamt 29 bewilligte Anträge vor (Stand Dezember 2022), davon 21 Anträge für einen Ausbau von Ausbildungsverbünden und 8 Anträge für Neugründungen von Ausbildungsverbünden.

Es ist wichtig, die Ausbildungsbetriebe bei der Suche nach Kooperationspartnern für alle Einsatzorte der Ausbildung und auch die verschiedenen Lernorte bei der Zusammenarbeit auf regionaler Ebene zu unterstützen. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die berufszulassende Ausbildung als ‚Sockelqualifizierung‘ betrachtet wird, die den Einstig in allen pflegerischen Handlungsfeldern auf einem Basisniveau ermöglicht.

Achim Uhl, Leiter des LfP

Im Rahmen der Veranstaltung haben für den Ausbau bestehender Ausbildungsverbünde eine Förderung erhalten:

Im Rahmen der Veranstaltung haben für die Neugründung von Ausbildungsverbünden eine Förderung erhalten:

Bei den Fördermitteln handelt es sich um Bundesmittel in Höhe von circa 4,3 Millionen Euro. Bayern hat eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund geschlossen, damit diese Mittel an bayerische Pflegeschulen, Träger der praktischen Einrichtung und Hochschulen weitergegeben werden können.

(Pressemitteilung: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege)

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