Das Jahr 1988 war für Armin Nentwig ein Schicksalsjahr. In jenem Jahr geriet sein Sohn Wolfgang in eine Lawine und starb im September des selben Jahres in Innsbruck an den Folgen. Seitdem setzt er sich national und international für Reha-Kliniken für Betroffene ein, die es Ende der 80er Jahre noch nicht gegeben hat.
Es war und ist ein ehrenamtliches Engagement, für das er mit dem bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet worden ist. Und zwar aus den Händen der Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Auf der Internetseite des Bayerischen Landtags heißt es: „Armin Nentwig erhält den Bayerischen Verfassungsorden für sein unermüdliches Engagement als Bundesvorsitzender des Selbsthilfeverbands „Schädel-Hirnpatienten in Not e.V.“ und seine Unterstützung für neurologisch erkrankte Menschen.“
Armin Nentwig freute sich über die Auszeichnung, auch wenn sie schmerzliche Erinnerungen an sein Schicksalsjahr 1988 wachriefen. Es sei wertvolle Arbeit im Verband geleistet worden. Für die kommenden Jahre wünscht er sich allerdings noch Reha-Kliniken für betroffene Kinder und Jugendliche in Mitteldeutschland und Norddeutschland. Es gebe nämlich bis jetzt nur eine Klinik in ganz Deutschland – und zwar in Bayern.
(tb)