Do., 11.07.2024 , 13:05 Uhr

Amberg

Bauausschuss stimmt über Sanierung der Bergwirtschaft ab

Neue Entwicklungen bei der Amberger Bergwirtschaft: Sechs Jahre nach den ersten Sanierungsplänen hat der Amberger Bauausschuss nun endlich den Auslegungsbeschluss gefasst. Aber seit der letzten Planungsrunde hat sich wieder einiges verändert.

Der letzte Schritt vor der endgültigen Entscheidung ist getan. Der Amberger Bauausschuss hat mehrheitlich für den Auslegungsbeschluss zu den Sanierungsplänen der Bergwirtschaft gestimmt. Der Sanierungsbeginn scheint nun zum Greifen nah. Rund sechs Jahre ist es her, seit die Notwendigkeit der Sanierung erstmals beschlossen wurde. In dieser Zeit wurde gestritten, geklagt, Unterschriften wurden gesammelt – alles in allem war die Planungsphase der Sanierung bisher eine Odyssee.

Jetzt stehen die Pläne. Aus der bisher kleinen, gemütlichen Bergwirtschaft wird eine richtige Anlaufstelle für Touristen. Hotelzimmer, eine riesige neue Terrasse und viele weitere Änderungen bahnen sich an, aber nicht alle sind mit ihnen zufrieden. Ursprünglich sollten die Hotelzimmer möglichst unscheinbar unter die Terrasse integriert werden. Nach behördlichen Beschlüssen und Auflagen müssen diese nun aber in ein externes Gebäude abgeschoben werden. Neben der Bergwirtschaft selbst soll ein dreistöckiger Hotelblock entstehen.

Nicht einstimmig

Hans-Jürgen Bumes, der alleinige Vertreter der Grünen im Amberger Bauausschuss, sieht diese „Schachtel“ sehr kritisch. Er stellt sich als Einziger gegen den Auslegungsbeschluss, auch wegen der erwarteten Lärmbelastung und den Eingriffen in die umliegende Natur. Damit ist Bumes nicht das einzige Bauausschussmitglied, das mit dem neuesten Sanierungsplan nicht mehr vollkommen zufrieden ist. Aber bei den meisten überwiegt schlichtweg die Sehnsucht nach der Wiederbelebung der Bergwirtschaft.

Die Mitglieder des Bauausschusses zusammen mit Martin Preuß, der als zweiter Bürgermeister die Sitzung leitete, zeigen sich jetzt zuversichtlich, dass die Arbeiten schnell losgehen können. Bis Pilger und Besucher in der Bergwirtschaft wieder speisen dürfen, wird es aber noch einige Zeit dauern. Die jüngsten Prognosen für die Fertigstellung der Sanierung zeigen frühestens auf das Ende des Jahres 2026. Wenn dann die Bergwirtschaft wieder geöffnet hat, wird sie das Antlitz des Mariahilfberges jedenfalls nachhaltig verändert haben.

(sb)

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